Märkte & Altstädte
Ein mittelalterlicher Handelsplatz, dessen heutiges Erscheinungsbild das Ergebnis einer Modernisierung ist, die im Mai 2014 abgeschlossen wurde — gepflasterte Oberfläche, ein rekonstruierter Brunnen und eine Glasplatte über den erhaltenen Fragmenten der Mauern des ersten Rathauses aus dem 16. Jahrhundert.
Der Platz wurde bei der Stadtgründung als zentraler Handelspunkt vermessen; ursprünglich umgab ihn eine Holzbauweise, die mehreren Bränden zum Opfer fiel. Bereits im 16. Jahrhundert stand hier ein Rathaus mit Uhr, und die endgültige gemauerte Gestalt der Zeilen prägten Bürgerhäuser, die überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammen. Das heutige Rathaus unter Nummer 12 wurde 1872–1875 als Backsteinbau im neugotischen Stil errichtet; jeden Mittag erklingt von seinem Turm der Stadtruf, und in dem Gebäude residiert die Gesellschaft der Liebhaber des Oświęcimer Landes.
Ein Wendepunkt war der Abriss des Einkaufspavillons „Tęcza“ von 1966 im Jahr 2009, der mitten auf dem Platz auf einem deutschen Luftschutzbunker stand. Die Modernisierung, die im Mai 2014 abgeschlossen wurde, kostete 7,6 Mio. PLN und stellte teilweise das Vorkriegsbild des Platzes wieder her, ergänzt um Illuminationen und einen beleuchteten Brunnen im Nordosten.
Das Ślebarski-Haus unter Nummer 14 aus dem frühen 19. Jahrhundert beherbergt heute das Kreisgericht, und das Haus Nr. 11 wurde während des Zweiten Weltkriegs im Heimatstil umgebaut. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert betrieb hier das Hotel „Herz“, in dem Józef Piłsudski zu Gast war. Über dem Platz ragt der hohe Turm der Mariä-Himmelfahrtskirche empor.
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