Märkte & Altstädte
Ciężkowice, Kleinpolen
Ciężkowice gehört zu den wenigen Kleinstädten Kleinpolens, in denen sich rund um den Markt Holzhäuser mit Laubengängen erhalten haben – deshalb liegt der Ort an der Kleinpolnischen Route der Holzarchitektur. In der Mitte steht ein klassizistisches Rathaus mit Uhrtürmchen, daneben eine Figur des hl. Florian und eine Bank mit einer Skulptur von Ignacy Jan Paderewski. Jeden Mittwoch findet auf dem Platz noch immer Markt statt, wie seit Jahrhunderten.
Der Legende nach gründete Cieszko, ein Onkel Mieszkos I., des ersten historischen Herrschers Polens, die Siedlung. Die erste sichere Erwähnung stammt von 1125, als das Dorf den Benediktinern von Tyniec gehörte. Die Erlaubnis zur Stadtgründung erteilte König Kasimir der Große am 29. Februar 1348; Lokatoren waren zwei Bürger aus Stary Sącz, die Brüder Minard und Mikołaj. Die Stadt lag an Handelswegen von Böhmen und Ungarn nach Krakau und durfte wöchentlich Markt halten. Gehandelt wurden Stoffe, Handwerkswaren, Salz und die bekannten Milchprodukte aus Ciężkowice; aus Ungarn kamen Wein und Pferde.
1934 verlor Ciężkowice das Stadtrecht und erhielt es erst 1998 zurück. Weil der Ort lange kaum wuchs, blieben der mittelalterliche Grundriss und die hölzerne Bebauung am Markt erhalten.
Kommen Sie am besten mittwochvormittags zum Markttag oder abends, wenn es leer und ruhig ist. Für einen Bummel genügen 20–40 Minuten. Parken können Sie auf den markierten Plätzen am Markt. Ein guter Ausgangspunkt: Von hier führt ein Weg über das Naturkundemuseum zur Versteinerten Stadt, und am Westufer der Biała liegt Paderewskis Gutshaus in Kąśna Dolna.
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