Märkte & Altstädte
Der Kościuszko-Marktplatz ist die repräsentative Promenade und das Herz von Białystok, geformt unter Hetman Jan Klemens Branicki, der ihm nach dem Stadtbrand von 1753 ein neues Gesicht gab. Auf dem Platz erhebt sich das Rathaus mit dem Uhrturm, fertiggestellt 1761, heute der Hauptsitz des Podlasie-Museums.
Ursprünglich diente das Rathaus Handelszwecken — es beherbergte Kaufmannsläden —, 1939 wurde es von den Russen zerstört. Der Wiederaufbau in der ursprünglichen Form erfolgte 1954–1958. An der Ostseite stehen zwei Kirchen: die neugotische Erzkathedrale aus dem 20. Jahrhundert und die Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert, gestiftet von Piotr Wiesiołowski dem Jüngeren, dem ältesten erhaltenen gemauerten Denkmal der Stadt.
Der größte Schmuck des Marktes ist die Westseite: Die bunten Fassaden der nach dem Krieg wiederaufgebauten Häuser bedeckt die Technik Sgraffito — Pflanzenmotive, Tiere, Musen und Porträts verdienter Persönlichkeiten Podlasiens. Sie verbergen die Galerie und Künstlerkneipe „Marszand", im Sommer verkaufen Maler davor ihre Werke. Ringsum finden Sie auch das barock-klassizistische Zeughaus — als solches diente es nie, sondern als Lager der Feuerwehr, heute birgt es das Staatsarchiv — und eine Austeria mit Mansarddach, in der das Restaurant Astoria wirkt.
Der Platz ist eine ganzjährig zugängliche Fußgängerzone. Wenige Gehminuten entfernt liegt der Branicki-Palast mit Garten, und entlang der Straße Lipowa, mit der Skulptur „Podróż" — einem über 4 Meter langen bronzenen Rad, das an die Puppentheatertraditionen Białystoks anspielt — erreichen Sie die Oper und Philharmonie Podlasiens.
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