Märkte & Altstädte
Kluczbork, Oppeln
Das Relief im Tympanon an der Westwand des Rathauses zeigt einen Platz, den es nicht mehr gibt: das Rathaus, umgeben von zwölf kleinen Häusern, den „Zwölf Aposteln“. Ein Brand 1925 vernichtete acht davon, die beiden übrigen lehnen sich noch heute an das Rathaus. Ein guter Ausgangspunkt, um Kluczbork (Kreuzburg) zu erkunden.
Das erste Rathaus brannte 1738 nieder. 1738–1741 wurde es wieder aufgebaut, 1752 erweitert und mit einem Turm versehen. Dieser war 1841 so baufällig, dass man ihn abriss; ein neuer entstand 1858, ein Jahr später kam eine Uhr hinzu. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Rathaus zweimal erweitert, 1909 entstand ein neuer Sitzungssaal. Der Brand am Markt 1925 beschädigte auch das Rathaus, das im Jahr darauf erneuert wurde. Die letzte große Sanierung samt neuer Zufahrten erfolgte 2011–2012.
Beim Abbau der Turmspitze am 13. Juli 2012 fand man in der Kupferkugel eine verzinkte Röhre mit drei Dokumenten von 1926: einem Geleitwort von Bürgermeister Waldemar Rech und einer Rathauschronik von 1752 bis 1926. Die Texte wurden ins Polnische übersetzt und veröffentlicht. Heute sitzen im Rathaus unter anderem das Standesamt und eine Bibliothek.
Der Markt ist rund um die Uhr zugänglich und Startpunkt des städtischen Denkmalpfads, der im Juni 2021 eröffnet wurde. Eine Runde um Markt und Rathaus dauert eine Viertelstunde, der ganze Spaziergang mit Erlöserkirche und Jan-Dzierżon-Museum etwa anderthalb Stunden. Werfen Sie vorher einen Blick auf das Tympanon – nur dort sehen Sie den alten Markt noch vollständig.
Eintritt frei
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