Gärten
Der Kurpark in Szczawno-Zdrój, benannt nach dem Violinisten Henryk Wieniawski, wurde im englischen Stil an den Hängen des Gedymin-Hügels angelegt, direkt an der Hauptpromenade der Stadt. Begonnen wurde die Anlage 1812 auf Veranlassung des Arztes August Zemplin, die Erweiterung begann in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts. 1844 umfasste der Park 3 Hektar; in der zweiten Jahrhunderthälfte wuchs er nach der Eingliederung des Gedymin-Hügels auf bis zu 130 Hektar.
Heute ist er die größte Attraktion des einst als Bad Salzbrunn bekannten Kurortes, auf etwa 410 m ü. M. am Fuße des Chełmiec (850 m). Im Park stehen das Anfang des 20. Jahrhunderts auf Initiative des Fürsten Johann Heinrich XV erbaute Kurhaus, die hölzerne Wandelhalle und eine Trinkhalle für Mineralwasser, am Hang — der neugotische Annaturm von 1817, der Fürstin Anna von Hochberg gewidmet.
Der Baumbestand beeindruckt: Hier wachsen 38 Nadelbaum- und 89 Laubbaumarten und -varietäten, aus Nordamerika, Asien und Südeuropa — Zypressen, Tulpenbäume, Platanen und Magnolien. Im Sommer erfüllt Musik den Park: Das Wieniawski-Festival findet hier statt, dessen Denkmal auf dem Gelände steht. Den Gästen stehen zudem eine Wasserkaskade und eine Konzertmuschel zur Verfügung. Ein kurioses Denkmal ist das des Hundes des Herzogs Georg II. von Brieg.
Der Park ist rund um die Uhr geöffnet und kostenlos; Eingänge befinden sich an der Kościuszki- und Zacisze-Straße. Der Annaturm dient als Aussichtspunkt. Szczawno-Zdrój liegt in Niederschlesien, wenige Kilometer von Wałbrzych entfernt, und ein Parkspaziergang lässt sich gut mit dem Aufstieg auf die umliegenden Höhen verbinden.
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