Landschaftsparks
Posen, Großpolen
In den 1950er-Jahren überragte ein über 30 Meter hoher Fallschirmsprungturm die Teiche von Sołacz – und bis 1956 trug der Park sogar den Namen Stalins. Heute ist das kaum vorstellbar: Der Sołacz-Park ist ein ruhiger Landschaftspark im englischen Stil im Tal der Bogdanka, mit zwei Teichen, hölzernen Brücken, einem kleinen Wasserfall und Bäumen, die vor über hundert Jahren gepflanzt wurden. Er ist knapp 15 ha groß und liegt nördlich der Innenstadt im Herzen des Villenviertels Sołacz.
Entworfen hat den Park Hermann Kube, damals Direktor der städtischen Gärten in Posen. Die Erdarbeiten begannen am 1. Oktober 1908, 1909 genehmigte der Stadtrat den Entwurf und stellte 128.000 Mark bereit, fertig war die Anlage 1911. Sie entstand im sumpfigen Tal der Bogdanka und sollte von Anfang an die Hauptachse des neuen Villenviertels bilden. Gepflanzt wurden rund 3000 Bäume und 12.000 Sträucher, auch exotische Arten – Kanadische Hemlocktanne, Sumpfzypresse und Douglasie wachsen hier bis heute.
1913 erhielt der Park eine Straßenbahnverbindung ins Zentrum, und auf dem Teich fuhren erstmals Ruderboote. In der Zwischenkriegszeit gab es hier Konzerte, Volksfeste, Märkte und sogar Tanzabende. Während der deutschen Besatzung hieß er Kuhndorfpark, nach dem Krieg bis 1956 Stalin-Park. Der Turm zur Ausbildung von Fallschirmspringern wurde 1952 errichtet; ungenutzt und baufällig, wurde er 1969 gesprengt und um 1974 abgetragen.
Der Park hat die Form einer lang gestreckten Ellipse von etwa 1,1 km Länge und rund 250 m Breite. Er ist der stadtnächste Teil des Golęcin-Grünkeils, der dem Tal der Bogdanka bis nach Kiekrz folgt. Über den kleinen Adam-Wodziczko-Park und einen Wiesenstreifen ist er mit dem Zitadellenpark verbunden. 1993 wurden die Teiche saniert, außerdem ist im Park ein Luftschutzbunker erhalten.
Der Eintritt ist frei, ein Spaziergang an den Teichen entlang und zurück dauert 45–60 Minuten. Sie erreichen den Park mit den Straßenbahnlinien 9 und 11 (Haltestellen Sołacz oder Nad Wierzbakiem) oder den Buslinien 160, 164 und 191 (Haltestelle Nad Wierzbakiem); Autofahrer parken an der ul. Litewska oder am Plac Spiski. Im Westteil liegt eine große Wiese mit Spielplatz – ideal für Familien. Danach lohnt ein Bummel durch die Straßen von Sołacz mit ihren Villen vom Anfang des 20. Jahrhunderts oder ein Weg im Grünen weiter Richtung Zitadelle.
Park ogólnodostępny; miasto nie podaje godzin otwarcia.
Wstęp wolny
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