Seen & Gewässer
Der Paprocańskie-See im Süden von Tychy ist ein künstlicher Stausee mit bemerkenswerter Herkunft: Er entstand 1796 für die Bedürfnisse des Paprocaner Hüttenwerks — er diente zum Kühlen der Ofenwand und zum Antrieb der Gebläse und des Hammers. Heute sind seine 132 Hektar Wasser der Sommersalon der Stadt, gesäumt von einer der angenehmsten Promenaden der Agglomeration.
Das Gewässer ist rund 2 km lang und bis 0,5 km breit; die mittlere Tiefe beträgt 1,5–1,9 m, die Wasseroberfläche liegt auf 242 m ü. M. Der Stausee schützt die südöstlichen Stadtteile von Tychy vor Hochwasser. In den Jahren 1986–1992 wurde eine Rekultivierung durchgeführt: Der See wurde trockengelegt, der Schlamm abgetragen und der Boden auf 110 ha um 0,5 m gesenkt.
Am Haupt-Sandstrand warten ein Steg und eine hölzerne Terrasse mit Bänken direkt über dem Wasser sowie Netzhängematten, die zwischen den Piers gespannt sind. Rund um den See führt eine Strecke für Räder und Rollerblades, der Uferweg ist kinderwagengerecht. Kinder lockt der Spielplatz in Form eines hölzernen Schiffs und der kostenlose Wasserspielplatz; eine Herausforderung ist der Kletterpark mit 14 Parcours — der erste wurde 2013 eröffnet und war 166 m lang. Auf dem Wasser fahren Boote und Tretboote, Eintritt und Parken bleiben kostenlos.
Am Südufer, schon in Kobiór, steht das ehemalige Jagdschloss Promnice der Hochberge, Herzöge von Pszczyna, mit dem Fürstenrestaurant. Daneben befindet sich das Bayerische Haus, bekannt aus der Sendung „Kuchenne rewolucje".
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