Denkmäler
Ein Amphitheater im Stadtwald von Sopot, eröffnet im Juli 1909, bis heute eine der größten Freilichtbühnen Europas: 5.047 Sitzplätze, mit den vorderen Sektoren 5.579. Die Bühne ist 19 m tief und 430 m² groß, der Orchestergraben bietet Platz für ein 120-köpfiges Orchester. Die Initiatoren waren der Sopoter Bürgermeister Max Woldmann und Paul Walther, Kapellmeister des Danziger Stadttheaters.
1924 startete hier ein Wagner-Festspiel nach Bayreuther Vorbild, und 1961 zog das Internationale Liedfestival in die Waldoper, das über Jahrzehnte den Klang der polnischen Musikszene prägte. Zu den Stars unter den Kiefern gehörte Johnny Cash, der hier am 22. August 1987 mit seiner Familie auftrat. Es gibt auch dunklere Kapitel: Von 1939 bis 1943 diente das Amphitheater Aufmärschen der Hitlerjugend und der KdF-Organisation.
Eine gründliche Modernisierung in den Jahren 2009–2012 erneuerte Bühnen- und Zuschauerinfrastruktur und bewahrte dabei den Waldcharakter der Anlage. Heute stehen Sopot Classic (seit 2011), das Polsat SuperHit Festival (seit 2015) und Konzerte der größten polnischen Künstler im Kalender. Seit 1997 gibt es zudem einen Konzertsaal mit 300 Plätzen — Sitz der Polnischen Kammerphilharmonie.
Die Waldoper liegt an der al. Franciszka Mamuszka, am Rand des Dreistädter Landschaftsparks, etwa fünfzehn Gehminuten von der Flaniermeile Bohaterów Monte Cassino. Außerhalb der Konzerttermine ist das Gelände oft nicht zugänglich — prüfen Sie den Veranstaltungskalender, wenn Sie ohne Ticket kommen. Für Konzerte früh da sein: Der Zugang zu den Sektoren wird kurz vor Beginn eng, und der Rückweg ins Zentrum von Sopot kann nach der Vorstellung dauern.
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