Kirchen & Klöster
Im Stadtteil Oksywie, in der Straße des Oberst Stanisław Dąbek, steht die Kirche des heiligen Erzengels Michael — das älteste erhaltene Gebäude nicht nur von Gdynia, sondern der ganzen Dreistadt. Die ursprüngliche romanische Kirche war eine fürstliche Stiftung; von ihr blieb bis heute die Westwand erhalten. Rundherum erstreckt sich ein Friedhof, der in die Geschichte der polnischen Streitkräfte eingeschrieben ist.
Von der ursprünglichen romanischen Kirche blieb die Westwand erhalten. Im 14. Jahrhundert erweiterte man die Kirche um den Ostchor und ein Seitenschiff. Die Schäden der Schwedenkriege wurden bei einem Wiederaufbau behoben, der 1687 abgeschlossen war; damals erhielt die Kirche den hölzernen Turm mit barocker Haube. Der Zweite Weltkrieg richtete erneut Schäden an, danach wurde das Gotteshaus restauriert.
Auf dem alten Friedhof um die Kirche bestattete man in den Jahren 1921 bis 1936 Soldaten, die nach Oksywie kamen, um die Seegrenzen des wiedergeborenen Polens zu verteidigen. Auch auf See gefallene Seeleute ruhen hier, darunter Besatzungen der ORP Mazur und ORP Nurek. An der Außenwand erinnern Tafeln an die im Zweiten Weltkrieg versenkten Schiffe.
Die Kirche liegt auf einer kleinen Erhebung wenige Kilometer vom Zentrum Gdynias; die Fahrt dauert rund eine Viertelstunde. Das Innere ist an ausgewählten Wochentagen vormittags und abends geöffnet — prüfen Sie vorab die Öffnungszeiten. Nach dem Besuch lohnt sich ein Gang über den Friedhof: Alte Grabsteine und Schifftafeln ergeben einen Geschichtsunterricht für sich.
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