Skigebiete
Zakopane, Kleinpolen
Zakopane ist Polens älteste und alpinste Skibasis: Nur hier bringt eine Seilbahn Skifahrer auf fast 2.000 m Höhe, und die Abfahrten führen durch die Gletscherkare des Tatra-Nationalparks. Neben dem Kasprowy Wierch gibt es Pisten in der Stadt – den Nosal mit der berühmten „K“-Strecke und die Gubałówka mit ihrer Standseilbahn. Dieser Überblick hilft Ihnen, das passende Gebiet für Ihr Können zu finden, und erklärt, woher Zakopanes Skimythos stammt.
Die Baugesellschaft, im Volksmund Linkolkasprowy genannt, wurde am 24. Juli 1935 gegründet, die Arbeiten vor Ort begannen am 1. August. Initiator war Aleksander Bobkowski, damals Vizeminister für Verkehr und Präsident des Polnischen Skiverbands. Der Bau dauerte nur 227 Tage – rund 600 Menschen arbeiteten daran, in den letzten zwei Monaten sogar 1.000. Die erste Kabine erreichte den Gipfel am 15. März 1936.
Die Bahn ist 4.252 m lang und überwindet 936 m Höhenunterschied in zwei Sektionen mit Umstieg auf den Myślenickie Turnie. Die Bergstation liegt auf 1.959 m, 26 m unter dem Gipfel. Nach einer gründlichen Modernisierung ging sie am 15. Dezember 2007 mit neuen Doppelmayr-Kabinen wieder in Betrieb, die bis zu 8 m/s schnell fahren.
Am Gipfel beginnen zwei Skiwelten. Im Gąsienicowy-Kar lief schon 1938 ein Schlittenlift, 1962 ersetzte ihn ein Sessellift, und seit dem 18. Dezember 2000 befördert eine Vierersesselbahn 2.400 Personen pro Stunde. Im Goryczkowy-Kar wurde am 14. Dezember 1968 eine Zweiersesselbahn eröffnet – 1.624 m lang mit 602 m Höhenunterschied. Das sind Abfahrten für sichere Skifahrer: hochalpin und abhängig von Wetter und Schneelage.
Die erste Skipiste am Nosal wurde 1953 angelegt, ein Lift 1956–1957 gebaut. Vom Gipfel führt die „K“-Strecke, die als steilste Abfahrt Polens gilt – auf den ersten 200 Metern liegt das Gefälle über 37 %. Am 6. März 1974 fand hier ein Weltcup-Slalom statt, den der Spanier Francisco Fernández Ochoa vor Gustav Thöni gewann. Das Skigebiet hat rund 3 km Pisten, alle beschneit, beleuchtet und präpariert, dazu Skischule und Verleih.
Die Standseilbahn auf die Gubałówka nahm am 20. Dezember 1938 nach 168 Tagen Bauzeit den Betrieb auf; 2001 wurde die gesamte Technik ersetzt und die Kapazität auf fast 2.000 Personen pro Stunde verdoppelt. Oben gibt es ein Skigebiet mit Pisten auf der Gubałówka-Wiese und einen Snowpark. Eine Abfahrt bis zur Talstation ist wegen Grundstücksstreitigkeiten am Hang derzeit nicht möglich.
Fahren Sie früh und am besten werktags auf den Kasprowy, denn die Kapazität der Bahn ist durch Vorgaben des Tatra-Nationalparks begrenzt. Fahren Sie in den Karen nur bei guter Sicht – Nebel und Wind verändern die Bedingungen schnell. Zum Lernen und für Familien eignen sich der Nosal und die Stadtpisten besser, abends auch die beleuchteten Pisten am Nosal. Aktuelle Zeiten, Preise und Pistenzustände prüfen Sie vor der Anreise auf den Seiten der Betreiber.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Skifahren in der Tatra.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.