Berge & Gipfel
Zakopane, Kleinpolen
Die Hala Gąsienicowa ist eine weite Bergwiese im Gąsienicowa-Tal der Hohen Tatra und eines der beliebtesten Wanderziele ab Zakopane. Von Kuźnice erreichst du sie in gut zwei Stunden; oben warten die Hütte „Murowaniec“, alte Hirtenhütten aus Holz und ein Panorama mit Kościelec und Świnica. Für eine klassische Tageswanderung in der polnischen Tatra gibt es kaum ein lohnenderes Ziel.
Zakopane liegt etwa 100 km südlich von Krakau (Kraków), mit Bus oder Kleinbus rund zwei Stunden. Startpunkt ist Kuźnice, etwa 3 km oberhalb des Zentrums; mit dem Privatauto darfst du dort nicht hinauffahren, nimm also einen Kleinbus oder ein Taxi. Zwei Wege führen hinauf, beide etwa gleich lang:
Sie treffen sich am Sattel Przełęcz między Kopami; bis zur Hütte brauchst du insgesamt etwas mehr als 2 Stunden. Beliebte Variante: mit der Seilbahn auf den Kasprowy Wierch und auf dem gelben Weg in etwa 1 Stunde 5 Minuten zur Hütte absteigen, dann weiter nach Kuźnice.
Der Name geht auf die Goralenfamilie Gąsienica zurück, der die Alm im 17. Jahrhundert gehörte. Jahrhundertelang wurden hier Schafe geweidet – noch 1960 umgerechnet 494 Tiere; 1961 kaufte der Staat die Fläche von 381 Miteigentümern. Die Holzhütten auf der Wiese erinnern an diese Zeit, ebenso die alten Namen: Einheimische sprachen früher von der „Seen-Alm“. Nebenan misst eine Forschungsstation der Polnischen Akademie der Wissenschaften seit dem 1. Dezember 1913 das Wetter – die erste Bergwetterstation auf polnischem Gebiet.
Die Alm liegt im Tatra-Nationalpark: An den Zugängen wird Eintritt erhoben (aktuelle Preise auf der Website des Parks), Hunde sind verboten. Die Hütte Murowaniec ist ganzjährig geöffnet, mit Buffet und Übernachtungsmöglichkeit – Preise und Reservierung direkt bei der Hütte. Laut dem regionalen Tourismusportal VisitMałopolska bietet das Steinhaus rund 110 Betten in Zimmern für 2 bis 10 Personen, dazu Gepäckaufbewahrung und rund um die Uhr heißes Wasser. Im Sommer und an Wochenenden solltest du frühzeitig buchen. In der Gegend stehen Bärenwarnschilder; lass keine Essensreste liegen. Im August blüht das Weidenröschen, im September ist die Sicht oft besonders klar. Im Winter herrscht oberhalb der Alm Lawinengefahr – Warnungen der Bergrettung TOPR beachten.
Ja. Für einigermaßen fitte Familien ist die Tour gut machbar, mit Einkehrmöglichkeit und einigen der schönsten Ausblicke der polnischen Tatra. Kinderwagen sind auf dem steinigen Weg ungeeignet. Plane für Auf- und Abstieg samt Pause in der Hütte einen halben bis ganzen Tag ein und starte früh, besonders im Herbst, wenn die Tage kurz sind. Feste Schuhe, Regenjacke und Proviant gehören ins Gepäck; die Bergrettung TOPR erreichst du unter 985. In der Nähe liegen der Kasprowy Wierch, Kalatówki und das Bystra-Tal.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026