Berge & Gipfel
Die ausgedehnte Flachstelle im oberen Teil des Gąsienicowa-Tals ist einer der meistbegangenen Wegeknoten der polnischen Tatra. Von Kuźnice führen zwei Anstiege hierher — der blaue Weg über Boczań und Skupniów Upłaz oder der gelbe durch das Jaworzynka-Tal — beide treffen am Sattel Przełęcz między Kopami zusammen, und der gesamte Weg dauert etwas über zwei Stunden. Auf der Halle stehen die PTTK-Hütte „Murowaniec" und „Betlejemka", eine Basis für Kletterer.
Die Hala verdankt ihren Namen der Goralenfamilie Gąsienica, die im 17. Jahrhundert die Weideflächen besaß. Früher hieß sie „Seen-Hala", und in österreichischen Dokumenten des 19. Jahrhunderts erscheint sie als Tal der Sieben Seen. Die Schafbeweidung dauerte lange — 1960 wurden noch 494 Schafe geweidet, ein Jahr später kaufte der polnische Staat die Hala von 381 Eigentümern.
Neben der Hala betreibt die Forschungsstation M. M. Kłapów der Polnischen Akademie der Wissenschaften ihre Messungen seit dem 1. Dezember 1913 — sie war die erste Bergwetterstation auf polnischem Gebiet. Ihre Beobachtungen haben heute einen außergewöhnlichen Wert für die Klimatologie.
Wege führen zum Czarny Staw Gąsienicowy und zum Sattel Zawrat (2:20 Std.), auf dem gelben Weg durch das Pańszczyca-Tal zum Krzyżne (2:45 Std.) oder auf der leichtesten der umliegenden Routen zum Kasprowy Wierch, von dem man über Gienkowe Mury absteigt. Schwerere Anstiege führen auf den Kościelec über den Sattel Karb.
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