Museen
Złotów (Flatow), Großpolen
Das Museum des Złotower Landes in Flatow (Złotów) ist das Regionalmuseum der Krajna im Norden Großpolens. Es befindet sich in einem Fachwerkbürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert an der ul. Wojska Polskiego, dem markantesten Gebäude der Stadt. Drinnen erwarten dich Archäologie, Volkskultur und Kunst einer Grenzregion, die bis 1945 zu Preußen bzw. Deutschland gehörte. Für Reisende mit Interesse an deutsch-polnischer Geschichte ist es ein lohnender Abstecher.
Die ersten Sammlungen entstanden 1916–1917 im Kreishaus auf Initiative des Landrats Dr. Janssen. 1935 kam der Großteil der Bestände in das Grenzlandmuseum in Schneidemühl (Piła) und galt nach dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Jahrzehnte später spürte der Archäologe Prof. Andrzej Kokowski einen Teil davon in Deutschland auf.
Das heutige Museum geht auf einen ethnografischen Wettbewerb von 1956 zurück. Ein örtliches Komitee zeigte die ersten Objekte in zwei Räumen an der ul. Zamkowa, offiziell bestätigt wurde das Museum mit Wirkung vom 9. Mai 1962. Von 1963 bis 1966 wurde das Fachwerkhaus unter Aufsicht von Fachleuten der Technischen Universität Warschau restauriert, im Oktober 1966 öffnete das Museum dort seine Türen.
Das Haus selbst steht unter Denkmalschutz und ist eines der wenigen erhaltenen Giebelhäuser der Stadt. Die Sammlungen gliedern sich in Archäologie, Ethnografie, Geschichte und Kunst: Funde aus der Vorgeschichte der Region, Volkskultur der Krajna mit ihren typischen Stickereien und Trachten sowie wechselnde Kunstausstellungen (im Herbst 2026 Werke von Teresa Jakubowska und Łucja Warpińska). Die Beschriftungen sind auf Polnisch, eine Übersetzungs-App hilft. Gerade für Besucher mit Familienwurzeln im Kreis Flatow kann die Sammlung zur Lokalgeschichte aufschlussreich sein; frag vorab per E-Mail, ob eine Führung möglich ist.
Zum Museum gehören weitere Standorte: die Galeria za Winklem am Paderewski-Platz mit der Dauerausstellung „Złotów in der Volksrepublik“ und einer Touristeninformation, der Speicher (Spichlerz) mit einer Ausstellung über polnische Schulen im Flatower Land 1929–1939, als die Stadt zu Deutschland gehörte, der Krajna-Hof am Stadtsee und die Gedenkkapelle, sonntags von 13 bis 14 Uhr kostenlos geöffnet.
Für das Hauptgebäude reicht etwa eine Stunde. Mit Kindern lohnt sich die Kombination mit dem Krajna-Hof am See, wo Scheune, Stall, Schmiede und Bauernhaus zu sehen sind; danach kannst du auf der Promenade am Stadtsee spazieren gehen.
Flatow liegt rund 30 km nordöstlich von Schneidemühl (Piła) und etwa 260 km Luftlinie östlich von Berlin. Regionalzüge verbinden die Stadt mit Piła und Konitz (Chojnice), Busse fahren nach Piła und Posen. Das Museum liegt im Zentrum, wenige Minuten zu Fuß vom Paderewski-Platz.
Wer die Geschichte des ehemaligen Kreises Flatow kennenlernen möchte, findet hier einen kompakten Einstieg. Verbinde den Besuch mit der frühbarocken Mariä-Himmelfahrt-Kirche (1661–1664) und der klassizistischen, ursprünglich evangelischen Kirche nach Entwurf von Karl Friedrich Schinkel, heute St. Stanislaus Kostka.
Poniedziałek–piątek 8:00–16:00, sobota 10:00–14:00, niedziela nieczynne (Galeria za Winklem codziennie 10:00–17:00).
Normalny 10 zł, ulgowy 5 zł; wystawa czasowa 5 zł; przewodnik po muzeum 25 zł, po mieście 50 zł/godz.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026