Kirchen & Klöster
Człuchów, Pommern
Die Pfarrkirche von Człuchów (Schlochau) hat eine ungewöhnliche Form, denn 1926 wurde sie um 90 Grad gedreht. Rechtwinklig zur barocken Kirche von 1647 entstand ein neues Langhaus, das alte Schiff wurde zum Querhaus. Im Inneren ist barocke Ausstattung aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhalten, im Turm hängt eine Glocke von 1522.
Eine Kirche an dieser Stelle wird erstmals 1209 erwähnt – ein Holzbau aus der Zeit der pommerschen Herzöge. 1550–1603 gehörte sie den Protestanten. Die gemauerte Kirche stiftete Starost Jakub Wejher; sie entstand 1644–1647. Anfang des 18. Jahrhunderts kam ein Turm hinzu.
1926–1927 wurde die Kirche nach Plänen des Schlochauer Baumeisters Fenner umgebaut. Das neue Langhaus steht rechtwinklig zum alten Bau, so dass die ursprünglich geostete Achse nun von Nord nach Süd verläuft. Die Mauern wurden um 4 Meter erhöht, der Turm von 25 auf 38,5 Meter. Zur selben Zeit entstanden zwei Glasfenster von Theo Landmann: die Taufe Christi im Jordan und Christus König.
Die Glocke von 1522 ist über hundert Jahre älter als die gemauerte Kirche. 1964 erwarb Pfarrer Antoni Wołek Wacławski für die Kirche ein Bild der Muttergottes von Jasna Góra und regte die Restaurierung der historischen Ausstattung an.
Die Kirche steht an der Nordwestecke des Marktes, einige hundert Meter von der Ruine der Ordensburg mit dem Regionalmuseum. Für das Innere genügen 20–30 Minuten, am einfachsten kommen Sie vor oder nach den Gottesdiensten hinein. Die ungewöhnliche Gestalt mit dem Turm erfassen Sie am besten, wenn Sie die Kirche von der Marktseite aus umrunden. Danach lohnt ein Spaziergang in den Park Luisenwäldchen am See.
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