Museen
Warschau, Masowien

Audioguide
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Audio-Spaziergang durch Warschau — 13 Stationen, 2 davon kostenlos anhören
13 Stationen 90 Min. 2,9 km
Das Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN in Warschau (Warszawa) erzählt tausend Jahre jüdischen Lebens in Polen – vom Mittelalter bis heute – und gehört zu den bedeutendsten Museen Europas. Es steht in Muranów, dem Herzen des jüdischen Viertels der Vorkriegszeit und auf dem Gelände des ehemaligen Warschauer Ghettos, gegenüber dem Denkmal der Helden des Ghettos. Die Dauerausstellung wurde 2016 als Europäisches Museum des Jahres ausgezeichnet.
Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte in Polen die größte jüdische Gemeinschaft Europas, rund 3,3 Millionen Menschen; in Warschau lebten 1931 über 350.000 Juden, fast ein Drittel der Einwohner. Diese Welt wurde im Holocaust, den das nationalsozialistische Deutschland im besetzten Polen organisierte, nahezu vollständig vernichtet. POLIN erzählt bewusst die ganze Geschichte – nicht nur die Zeit der Vernichtung, sondern Jahrhunderte von Handel, Religion, Kultur und Politik.
Die Idee entstand 1995 im Verein des Jüdischen Historischen Instituts. Den Architekturwettbewerb gewannen 2005 die Finnen Rainer Mahlamäki und Ilmari Lahdelma. Das Gebäude wurde am 19. April 2013 eröffnet, zum 70. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto; die Dauerausstellung folgte am 28. Oktober 2014. „Polin“ ist das hebräische Wort für Polen und bedeutet der Legende nach auch „ruhe hier“ – Worte, die jüdische Flüchtlinge bei ihrer Ankunft vernommen haben sollen.
Die Dauerausstellung „1000 Jahre Geschichte der polnischen Juden“ umfasst über 4.000 m² in acht Galerien: von der Legende der ersten Ankunft über das „Paradies der Juden“ (Paradisus Iudaeorum) in der alten Adelsrepublik, das Leben im Schtetl, die Begegnung mit der Moderne und die lebendige Zwischenkriegszeit bis zur Shoah und der Nachkriegszeit. Höhepunkt ist die Rekonstruktion des bemalten Holzdachs und Gewölbes der Synagoge von Gwoździec. Originalobjekte werden mit Multimedia und Rekonstruktionen verbunden.
Außerdem sehenswert:
Für alle, die sich für europäische und jüdische Geschichte interessieren, ist POLIN ein Pflichtprogramm in Warschau. Plane mindestens 2–3 Stunden für die Dauerausstellung ein – der letzte Einlass ist zwei Stunden vor Schließung. Der Audioguide ist im Ticket enthalten (auch am kostenlosen Donnerstag) und in 15 Sprachen verfügbar, darunter Deutsch – entstanden mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Warschau –, Englisch und Hebräisch. Am Wochenende kannst du dich einer Führung durch die Dauerausstellung anschließen.
Am Eingang gibt es eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen. Das Gebäude ist barrierefrei, Rollstühle können in der Halle ausgeliehen werden, Klapphocker stehen in der Ausstellung kostenlos bereit. Es gibt Garderobe, Buchhandlung und das Restaurant „Warsze“ mit jüdischer Küche.
Das Ticket für Dauerausstellung, Audioguide, Sonderausstellung und Galerie „Dziedzictwo“ kostet 45 PLN regulär, 35 PLN ermäßigt; das Familienticket 95 PLN gilt für bis zu zwei Erwachsene und vier Kinder unter 18. Donnerstags ist der Eintritt frei – dann ohne Reservierung. Mit dem Warsaw Pass ist der Eintritt kostenlos. Da die Besucherzahl begrenzt ist, lohnt sich der Online-Kauf unter bilety.polin.pl. Besucherinfo: +48 22 471 03 01, rezerwacje@polin.pl.
Adresse: ul. Mordechaja Anielewicza 6. Wer aus Berlin mit dem Zug (rund 5,5 bis 6 Stunden) oder dem Flugzeug anreist, kommt meist am Bahnhof Warszawa Centralna oder am Flughafen Chopin an.
Am Wochenende kann man auf dem museumseigenen Parkplatz an der ul. Anielewicza kostenlos parken (solange Plätze frei sind), werktags in der gebührenpflichtigen Parkzone.
Direkt vor dem Museum steht das Denkmal der Helden des Ghettos. Von dort führt der Gedenkweg des Martyriums und Kampfes der Juden zum Umschlagplatz an der ul. Stawki, von wo die deutschen Besatzer 1942 die Bewohner des Ghettos in das Vernichtungslager Treblinka deportierten. Das Museum bietet auch Stadtspaziergänge durch das ehemalige jüdische Viertel an.
Pn, śr, czw, pt, nd 10:00–18:00 (ostatnie wejście na wystawę stałą 16:00), sob 10:00–20:00 (ostatnie wejście 18:00), wtorek nieczynne; w 2026 r. zamknięte też 1.11, 24–25.12 i 31.12.
Wystawa stała + audioprzewodnik + wystawa czasowa: 45 zł normalny, 35 zł ulgowy, rodzinny 95 zł (2+4); „Muzeum za złotówkę” 1 zł dla uczniów/studentów 7–26 lat; w czwartki wstęp bezpłatny.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026