Natur
Die Mofette, benannt nach Professor Henryk Świdziński, an der Grenze zwischen Jastrzębik und Złockie bei Muszyna ist die größte und ergiebigste kalte Gasquelle Polens. Aus dem Bett des Baches Złocki Potok Perlt ununterbrochen ein Gas, das zu rund 95 Prozent aus Kohlendioxid besteht, ergänzt um Stickstoff, Methan und Sauerstoff. Das Objekt wurde als Naturdenkmal anerkannt, ist rund um die Uhr geöffnet und kostenfrei.
Eine Mofette ist eine Gasexhalation mit einer Temperatur unter 100 Grad Celsius — ein kühler Atem der Erde und zugleich die Öffnung, durch die das Gas an die Oberfläche tritt. Über dem Bach wurde ein Steg mit Schautafeln gebaut; die interessantesten Austritte heißen Bulgotka und Dychawka. Letztere ist ein trockener Kohlendioxid-Austritt, dessen Zischen man aus der Ferne hört; an den anderen Stellen tanzen unentwegt Blasen auf dem Wasser.
Das Phänomen entdeckte 1938 der Geologe, nach dem die Stätte später benannt wurde. Das Kohlendioxid dringt aus großen Tiefen auf und sättigt unterwegs das Wasser, weshalb die ganze Umgebung von Muszyna reich an Mineralquellen ist. Über der Öffnung ist die Gaskonzentration für Insekten und Vögel tödlich — früher erstickten in undichten Kellern der Nähe auch Mäuse und Katzen, was den Einwohnern die Kraft des Phänomens verdeutlichte.
Die Mofette liegt fast direkt an der Straße zwischen Jastrzębik und Złockie, Adresse: ul. Polna in Jastrzębik. Die Fahrt von Muszyna dauert mit dem Auto etwa ein Viertelstunde; entlang der Straße kann man halten. Am besten besichtigen Sie die Stätte nach Regen, wenn das Blubbern am lautesten ist; beugen Sie sich nicht direkt über die Öffnungen, daran erinnern die Tafeln.
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