Berge & Gipfel
Szczyrk, Schlesien
Die Malinowska Skała (1152 m) ist der Knotenpunkt der Schlesischen Beskiden: Von ihrem Gipfel ziehen Kämme zum Skrzyczne, zur Barania Góra und zum Salmopolska-Pass. Oben treffen sich die Gemeindegrenzen von Wisła, Szczyrk und Lipowa, zugleich verlief hier die alte Grenze zwischen Kleinpolen und Schlesien. Am bekanntesten ist jedoch der kanzelförmige Felsen am Weg – mindestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts eines der Wahrzeichen der Beskiden.
Das Massiv besteht aus den sogenannten Malinowska-Skała-Konglomeraten, quarzreichen Gesteinen aus der Oberkreide mit Bruchstücken von Glimmerschiefer, Granit und Feldspatkörnern. Sie kommen nur in den Schlesischen Beskiden, den Kleinen Beskiden und den Mährisch-Schlesischen Beskiden vor. Rund 60 m nördlich des Gipfels bilden sie direkt am Weg einen zerklüfteten, kanzelförmigen Felsen von 6 × 14 × 5 m mit einer tiefen Verwitterungsnische. Früher wurde hier gebouldert, seit 1977 steht der Felsen als Naturdenkmal unter Schutz.
Anfang des 18. Jahrhunderts notierte der Saybuscher Vogt Andrzej Komoniecki in seiner Chronik „Dziejopis Żywiecki“, dass über den Gipfel, den er Skałka nannte, die Grenze des sogenannten Saybuscher Staates verlief. Unterhalb der Malinowska Skała entspringen die Bäche Malinka und Malinowski Potok sowie der Fluss Żylica.
Der einfachste Aufstieg führt vom Salmopolska-Pass über den Malinów: etwa 1 Std. 15 Min. hinauf (bergab etwa 1 Std.). Am Pass gibt es einen großen Parkplatz und mehrere Restaurants. Vom Skrzyczne brauchen Sie etwa 1 Std. 10 Min., von der Barania Góra rund 2 Std. 10 Min. und von Ostre über den Kościelec etwa 2 Std. Auf dem Gipfel gibt es weder Hütte noch Imbiss, nehmen Sie also Wasser und warme Kleidung mit. Der Kamm ist Wind und Gewittern ausgesetzt und die Wege sind teils steinig – Wanderschuhe sind ratsam.
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