Berge & Gipfel
Kowadło (989 m ü. M.) ist ein Grenzgipfel im südlichen Teil des Reichensteiner Gebirges in den Ostsudeten, der sich über dem Dorf Bielice erhebt. Die Deutschen nannten ihn Schmiedekoppe, die Tschechen Kovadlina; auf polnischer Seite gilt er formell als höchster Gipfel des Reichensteiner Gebirges und als Punkt der Krone der Berge Polens sowie der Krone Niederschlesiens.
Den Vortritt verdankt der Gipfel dem konventionellen Verlauf der Gebirgsgrenze: Der formal höhere Postawna (1117 oder 1124 m) wird oft den Bialskie Bergen zugerechnet, und da er ohne markierte Wege ist, kam er für die Krone nie in Frage. Auf dem kuppelförmigen Gipfel von Kowadło warten Stempel und Tafel der Krone der Berge Polens, und zwischen jungen Fichten treten Gneisfelsen zutage. Der Gipfel ist bewaldet, Fernblicke sucht man also durch Lücken im Geäst.
Der kürzeste Aufstieg führt auf dem grünen Weg von Bielice: Vom kostenlosen Parkplatz am Försterhaus sind es etwa 4 km hin und zurück und rund eine Stunde Aufstieg, mit zwei steilen Waldsteigen zwischen den Wurzeln. Vom selben Ausgangspunkt führt ein grüner Pfad zum Rudawiec (1112 m); die Kombination beider Gipfel ergibt eine Tour von rund 16 km.
Der Name des gesamten Gebirges erinnert an frühere Reichtümer: Im 16. Jahrhundert erfasste ein Goldrausch das Glatzer Land mit seinem Zentrum in Reichenstein, wo die Goldmine bis heute in Betrieb ist. Planen Sie zusätzlich die Bärenhöhle und die Uranmine in Kletno ein — beide liegen 12–13 km von Bielice, Tickets am besten vorab reservieren. Der Handyempfang am Weg ist schwach, eine Offline-Karte ist daher ratsam.
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