Technikdenkmäler
Der Kalkofen Łaskawy Kamień in Stara Morawa ist ein denkmalgeschützter Kalkofen mit sechseckigem Grundriss, ausgestattet mit einem System der Dauerfeuerung — für seine Epoche innovativ und als Meilenstein der Industrialisierung anerkannt. Die verfallende Anlage entdeckte 1978 der Künstler Jacek Rybczyński und erweckte sie zu neuem Leben, indem er um sie einen japanischen Garten anlegte.
Im Inneren lebt eine Kolonie von Fledermäusen — zahlreiche Tiere und die seltene Kleine Hufeisennase. In der chinesischen Symbolik bedeutet das Wort Fu sowohl Glück als auch Fledermaus, und die Hufeisennase fügt ein Hufeisen hinzu, an Glück mangelt es hier also nicht. Der Ofen steht auf privatem Grund, der Eintritt ist kostenpflichtig und die Besichtigung erfolgt ausschließlich mit einem Führer — heute ist der Kustos Michał Rybczyński, der das Werk des Gründers fortführt.
Im Kalkofen befinden sich ein Museum alter Geräte und eine Druckwerkstatt, in der der alte Druckprozess vom Setzen beweglicher Lettern bis zum fertigen Druck gezeigt wird — die Eintrittskarten werden auf Büttenpapier gedruckt. Rundherum erstreckt sich ein bewusst asymmetrisch angelegter japanischer Garten mit Miniaturpagoden und steinernen Symbolen, wie der Schildkröte als Zeichen der Langlebigkeit.
Der Kalkofen liegt an der Straße zur Bärenhöhle in Kletno (Stara Morawa 29, Gemeinde Stronie Śląskie), mit kostenlosem Parkplatz. In der Nähe sind der Stausee Stara Morawa und die Gipfel Śnieżnik, Rudawiec und Kowadło.
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