Kirchen & Klöster
Auf einem Hügel über der Nida in Chrobrz, im Powiat Pińczów, steht die Renaissancekirche Mariä Himmelfahrt und des heiligen Johannes Cantius — eine Stiftung von rund 1550 des Wojewoden von Sandomierz, Stanisław Tarnowski. Das Dorf ist seit 1153 belegt, und die Tradition verknüpft die Anfänge der Pfarrei mit Bolesław dem Kühnen, dessen Burgwall sich in der Nähe erhalten hat.
Die einschiffige Kirche mit vielseitig geschlossenem Presbyterium wird von Tonnengewölben mit Lunetten überspannt, mit Netzgewölbe im Schiff und Kreuzgewölbe im Presbyterium; auf den Schlusssteinen sind flachreliefierte Wappen zu sehen. Von Norden schließt sich die im 17. Jahrhundert erbaute Kapelle des heiligen Johannes Cantius an, von Süden wurde 1899 die Kapelle der Rosenkranzmadonna angebaut.
Der größte Schatz des Inneren sind zwei Renaissance-Epitaphe von der Hand Jan Michałowicz von Urzędów, des führenden Bildhauers der Epoche. Das Stifterepitaph zeigt den „schlafenden" Stanisław Tarnowski, gekrönt von einem Relief der Auferstehung mit einem in die Trompete stoßenden Engel; das Presbyterium erinnert an den Pfarrer Zbigniew Ziółkowski. In der Sakristei hat sich ein manieristisches Lavabo erhalten.
Neben der Kirche steht ein gedeckter hölzerner Glockenturm, das Kirchengelände umgibt eine mauernde Einfriedung mit Tor aus dem 19. Jahrhundert. In der Nähe: kaum sichtbare Reste des Burgwalls, das Palais der Wielopolski und das Tal der Nida in der Region Ponidzie.
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