Kirchen & Klöster
An der Straße Grunwaldzka in Krzeszowice zwischen Krakau und Kattowitz erhebt sich die neugotische St.-Martins-Kirche — entworfen von Karl Friedrich Schinkel, dem berühmten Berliner Architekten. Stifter war Artur Potocki, Erbe von Krzeszowice nach seiner Großmutter Izabela Lubomirska, der 1819 die ersten Pläne in Auftrag gab.
Ursprünglich sollten die modischsten Architekten Europas — Charles Percier und Pierre-François-Léonard Fontaine aus Paris — den Entwurf liefern, doch ihre Pläne wurden nie ausgeführt. Den endgültigen Entwurf schuf Schinkel 1823. Der Bau begann 1832, wurde nach dem Tod des Stifters unterbrochen und 1840 unter Baumeister Hoffbauer fortgesetzt. 1844 wurde die Kirche geweiht, bis 1872 entstanden die Ausstattungsarbeiten, 1874 folgte die kanonische Konsekration. 1921 übergab Gräfin Krystyna Potocka die Kirche der Pfarrei.
Der neugotische Bau ist aus Ziegeln errichtet; die Fassade ist mit hellem Werkstein verkleidet und von Figuren der vier Evangelisten gekrönt. Im Inneren beeindrucken Altäre aus mehrfarbigem italienischem Marmor und das Gemälde „Anbetung der Heiligen Drei Könige” aus dem späten 16. Jahrhundert im Hochaltar. Direkt daneben entspringt die Quelle Zdrój Główny, und der ehemalige Kurpark an der Krzeszówka lädt zum Spaziergang ein.
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