Kirchen & Klöster
Die Andreaskirche in Krakau an der Grodzka-Straße 56 gehört zu den besterhaltenen romanischen Bauwerken Polens. Die steinerne Kirche entstand Ende des 11. Jahrhunderts als Wehrkirche; ihr strenges Äußeres steht im Kontrast zum reichen barocken Inneren.
Die Kirche wurde aus Quaderstein von Palatin Sieciech gestiftet; ihre frühen Befestigungen boten den Bewohnern von Okół Schutz. Beim Tatarenangriff von 1241 diente sie als Zuflucht. Bis heute erhalten sind die mächtigen Mauern, schmale Schießscharten und romanische Biforien. Im 17. Jahrhundert bekamen die Türme barocke Hauben.
Seit 1320 gehört die Kirche zum Klarissenkloster, das König Władysław Łokietek stiftete. Der Umbau um die Wende zum 18. Jahrhundert brachte Stuck von Baltazar Fontana, barocke Altäre und Emporen. Sehenswert sind der Altar aus schwarzem Marmor mit dem Bild der seligen Salomea, die Schiffskanzel in Bootsform und die Orgel aus dem 18. Jahrhundert; das Kloster bleibt Klausurbereich.
Die Adresse lautet Grodzka-Straße 56 zwischen Hauptmarkt und Wawel. Die Kirche ist ein aktiver Gottesdienstraum ohne veröffentlichten festen Touristenplan; auf der aktuellen Messseite der Klarissen stehen täglich 7:00 sowie sonntags und an Feiertagen 7:00 und 10:00. Das Innere außerhalb der Liturgie nach bestätigtem Zugang besichtigen. Für den Besuch 20–30 Minuten einplanen.
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