Denkmäler
Gilowice, Schlesien
Die hölzerne Kirche St. Andreas in Gilowice ist umgezogen: Erbaut wurde sie im Nachbardorf Rychwałd, Mitte des 18. Jahrhunderts zerlegte man sie und setzte sie im Nachbardorf wieder zusammen. Im Inneren erwarten Sie ein steinernes Taufbecken von 1440 mit der ältesten erhaltenen Darstellung des Wappens Korczak sowie eine gotische Figur der Muttergottes mit Kind aus dem 14. Jahrhundert. Die Kirche liegt an der Route der Holzarchitektur der Woiwodschaft Schlesien.
Das genaue Baudatum ist unbekannt. Schon in den 1470er-Jahren erwähnte der Chronist Jan Długosz in seinem „Liber beneficiorum" eine Pfarrkirche in Rychwałd; laut Gemeindechronik gründete Piotr Komorowski, damals Herr dieser Ländereien, die Pfarrei dort 1475. Die heutige Holzkirche entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts – ihre Weihe ist für 1547 belegt. 1641 fügte der Zimmermann Jerzy Wiśnicki aus Żywiec auf Betreiben des Pfarrers Wojciech Mazurkiewicz den Turm hinzu.
Als in Rychwałd eine neue gemauerte Kirche entstand, wurde die Holzkirche nach Gilowice versetzt – die Quellen nennen 1756 oder 1757. Es war ein doppelter Tausch: Die ältere, kleinere Kirche von Gilowice wurde abgebaut, und aus ihrem Holz entstand die Herz-Jesu-Kapelle in Rychwałd. 1895 schufen Jan und Wojciech Szwed aus Pewel Mała die Scheingewölbe im Inneren, 1933–1934 wurde das Schiff von 9,7 auf 14,7 m verlängert, die Herz-Jesu-Kapelle angebaut und die Laubengänge in ihre ursprüngliche Form zurückversetzt.
Die Kirche war Teil des Diözesanprojekts „Beskidenmuseum der hölzernen Sakralarchitektur", in dem sechs Holzkirchen der Diözese Bielsko-Żywiec restauriert wurden, darunter in Polanka Wielka, Grojec und Łodygowice. In Gilowice wurden das Schindeldach erneuert, die Verschalung von Wänden und Turm sowie der historische Zaun restauriert; zudem stellten Restauratoren die ursprünglichen Farben von Malereien, Vertäfelung und Portalen wieder her und konservierten das Taufbecken.
Dies ist eine aktive Pfarrkirche – von außen können Sie sie jederzeit ansehen, das Innere am einfachsten rund um die Gottesdienste oder nach Absprache mit der Pfarrei. Für Kirche und Umgebung genügen 20–30 Minuten. Besuchen Sie unbedingt das benachbarte Rychwałd, woher die Kirche stammt: Dort steht das gemauerte Heiligtum der Muttergottes von Rychwałd, und aus dem Holz der alten Kirche von Gilowice entstand dort die Herz-Jesu-Kapelle.
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