Kirchen & Klöster
Die Pfarrkirche in Radom, dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht, ist ein mittelalterliches Bauwerk in der Kasimierzowski-Stadt. Die Backsteinkirche entstand um 1360–1370 auf Stiftung Kasimirs des Großen und wurde in späteren Jahrhunderten um Kapellen erweitert und umgestaltet. Sie ist ein lohnender Halt bei einem Spaziergang durch das historische Radom.
Ursprünglich war die Kirche ein einschiffiger Bau aus rotem Backstein. Im 15. und 16. Jahrhundert kamen Kapellen hinzu, darunter die Rosenkranzkapelle von 1481, gestiftet vom Bürger Jan Warcab, sowie die Kosnowski-Kapelle von 1495. Spätere Restaurierungen verliehen dem Bau teilweise neugotische Züge, doch die mittelalterlichen Ursprünge bleiben deutlich erkennbar.
Sehenswert sind die erhaltenen Kapellen, die gotische Struktur des Chors und das gotisch-renaissancezeitliche Portal aus Szydłowiec-Sandstein zur Sakristei. Kasimir IV. Jagiellon residierte 1481–1483 in Radom und nutzte die Kirche als Schlosskapelle. 1495 erhielt Kardinal Friedrich Jagiellon hier die Ernennungsbulle.
Die Kirche liegt in der Rwańska-Straße 6, etwa 100 Meter von den Burgruinen und nahe dem Marktplatz. Sie ist aktiv genutzt. Die Pfarrei nennt Messen werktags um 7:00, 7:45 und 18:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 7:30, 9:30, 11:00, 12:30 und 18:00 Uhr; vor dem Besuch sollte man Änderungen prüfen. Außerhalb der Gottesdienste ist der Eintritt frei. Plane etwa 30 Minuten ein.
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