Denkmäler
Der jüdische Friedhof in Kromołów, heute ein Stadtteil von Zawiercie, liegt an der Piaskowa-Straße in der Krakau-Tschenstochauer Jura. Er entstand vor 1730 und gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen Zeugnissen jüdischer Sachkultur in der Region. Auf etwa 0,85 Hektar sind rund 920 Mazewot und Grabsteine aus dem 18., 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhalten.
Die älteste erhaltene Mazewa erinnert an Sulka, die Tochter von Awraham Hirsch, die 1730 starb. Viele Steine tragen hebräische und polnische Inschriften; halbrunde Abschlüsse und Ornamente zeigen die Vielfalt jüdischer Grabkunst. Zur Gemeinde von Kromołów gehörten auch Juden aus Zawiercie, Rokitno Szlacheckie und Poręba Mrzygłodzka; die letzte Beisetzung fand wahrscheinlich 1942 statt.
Der Friedhof ist von einer historischen Mauer umgeben, die in den 1920er Jahren von Jakub J. Löwenstein gestiftet wurde. An der Pforte stehen ein erhaltenes Leichenhaus und das frühere Wärterhaus. Im Südwesten liegt ein kleiner Kriegsfriedhof mit einem Denkmal für Soldaten, die im Ersten Weltkrieg in der Umgebung von Kromołów fielen. Der Ohel wurde 2022 rekonstruiert.
Der Eingang liegt an der Piaskowa-Straße zwischen den Straßen Żniwna und Zbożowa. Das Gelände ist eingezäunt und uneben; feste Öffnungszeiten sind nicht vorauszusetzen. Bewahre Ruhe, berühre die Mazewot nicht und betrete keine Gräber. Verbinde den Besuch mit Kromołów, der Warthe-Quelle und Zawiercie.
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