Historische Orte
In einem Kiefernwald am See Długie, 5 km von Sulęczyno in Kaschubien, hat sich ein Bestattungsplatz der Goten und Gepiden von vor etwa zweitausend Jahren erhalten — vermutlich in den 70er Jahren n. Chr. angelegt; das Volk lebte fast 200 Jahre in Pommern.
Besucher sehen 4 steinerne Ringe (darunter den Wächter- und den Begegnungsring) sowie 20 Hügelgräber — Aufschüttungen aus Steinen mit 4 bis 16 Metern Durchmesser — unter denen sich über 100 Gräber verbergen. Der größte Ring misst 26 Meter und besteht aus Steinen von etwa 1,5 m Höhe; in der Mitte einiger Ringe stehen steinerne Stelen. Die Goten errichteten zuerst die Ringe und markierten so die künftigen Begräbnisstätten.
Die Funktion der Ringe ist bis heute ungeklärt — die Rede ist von Treffen des Stammesältesten und von einem prähistorischen astronomischen Kalender. Das Geheimnis des Ortes brachte ihm den Beinamen „Kaschubisches Stonehenge" ein. Węsiory liegt am touristischen Weg der Steinkreise.
Über die Ausgrabungen erzählt Zbigniew Nienackis Jugendroman „Skarb Atanaryka" von 1960. In der Nähe liegt die 2007 gegründete Gotenburg mit dem jährlichen gotischen Fest in der zweiten Juliwoche.
Das Gräberfeld liegt etwa 1,5 km südlich von Węsiory am Nordufer des Sees Długie. Nutzen Sie vorhandene Wege, bewegen Sie keine Steine und graben Sie nicht; es handelt sich um eine geschützte archäologische Stätte.
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