Historische Orte
Sobótka, Niederschlesien
Das Archäologische Reservat Będkowice liegt am Fuß des Zobten (Ślęża), an der Straße von Strzegomiany nach Będkowice in der Gemeinde Sobótka. Es umfasst einen frühmittelalterlichen Siedlungskomplex der Slenzanen: einen Burgwall aus dem 8.–11. Jahrhundert, Spuren einer Siedlung und ein Hügelgräberfeld aus dem 8.–9. Jahrhundert. Die Gemeinde Sobótka bezeichnet ihn als einen der am besten erhaltenen frühmittelalterlichen Siedlungskomplexe Mitteleuropas.
Der Burgwall ist elliptisch und misst etwa 65 × 75 m. Ihn umgaben ein mit Steinen und Lehm verstärkter Holz-Erde-Wall – heute bis zu 1,5 m hoch – und ein Trockengraben. Er war auch ein heidnisches Kultzentrum. Unterhalb der Burg bestand bis ins 13. Jahrhundert eine offene Bauernsiedlung; nördlich des Burgwalls sind ein kleiner Kultkreis aus Amphibolit (ca. 20 × 7 m), ein Damm mit mittelalterlichem Teich und ein Außenwall erhalten.
Der Zugang führt durch ein hölzernes Tor mit Palisade. Es handelt sich um eine kleine befestigte Siedlung, nicht um die Rekonstruktion einer großen Burg – für einen Rundgang reicht etwa eine Stunde.
Eingerichtet wurde das Reservat vom regionalen Zentrum für archäologische Denkmalpflege; die Gemeinde Sobótka nennt das Jahr 1975, andere Quellen 1986, seit dem das Gelände als Archäologisches Reservat geführt wird. Über das Gelände verlaufen zwei mit einem Bären markierte archäologische Wege, rot und schwarz, die ins Zobtenmassiv führen.
Eintritt frei
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