Kirchen & Klöster
Bochnia, Kleinpolen
Die Ausmalung der Kinga-Kapelle entwarf Jan Matejko, Polens großer Historienmaler, und den Wiederaufbau nach dem Brand von 1655 bezahlte König Johann II. Kasimir in dieser Salzbergbaustadt. Die Basilika St. Nikolaus ist die älteste und größte Kirche von Bochnia: ein gotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert, Wallfahrtsort der Muttergottes von Bochnia und seit 2003 Kollegiatkirche. Ihre spätgotische Fassade mit Stufengiebel hat in Kleinpolen kein Gegenstück und entstand wahrscheinlich unter sächsischem Einfluss.
Erbaut wurde die Kirche in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Nach Bränden 1447 und um 1485 baute man sie um 1500 als gotische Hallenkirche mit langem Chor wieder auf. Ein Stadtbrand 1655 während der „Schwedischen Sintflut" zerstörte Dach und Gewölbe. Der barocke Wiederaufbau, finanziert von König Johann II. Kasimir, war 1665 abgeschlossen.
1768 stifteten in Bochnia stationierte Mitglieder der Konföderation von Bar einen neuen Hauptaltar, den Piotr Kornecki aus Gdów 1770–1772 schuf. 1777 ermöglichte ein Zuschuss aus den Einnahmen des Salzbergwerks eine Renovierung und den Bau der Marienkapelle. Die Kinga-Kapelle wurde 1892–1893 unter Tadeusz Stryjeński neugotisch umgestaltet, die gesamte Kirche 1901–1906 unter Jan Sas-Zubrzycki. Ende der 1990er-Jahre erhielt sie den Titel Basilica minor.
Der Glockenturm stand ursprünglich bei der nicht mehr existierenden Bernhardinerkirche. 1987 brannte er ab und wurde 1990–1993 rekonstruiert. Die Kinga-Kapelle war früher den Elftausend Jungfrauen geweiht. Die Verbindung zur Saline ist ganz wörtlich: Ohne Salzgeld gäbe es die Marienkapelle aus dem 18. Jahrhundert nicht. Die Muttergottes von Bochnia wird als Königin des Rosenkranzes verehrt.
Die Basilika steht am Plac św. Kingi, wenige Schritte vom Marktplatz entfernt. Die Pfarrei bietet eine Besichtigung mit Audioguide in 6 Abschnitten an, die etwa 25 Minuten dauert – so entgehen Ihnen die Details der Kinga-Kapelle nicht. Es ist eine aktive Kirche, besichtigen Sie sie daher außerhalb der Messen; die Gottesdienstzeiten stehen auf der Website der Pfarrei. Verbinden Sie den Besuch mit dem Salzbergwerk Bochnia und einem Spaziergang durch den Park Planty Salinarne – für das Zentrum von Bochnia sollten Sie einen halben Tag einplanen.
Czynna świątynia; wejście poza nabożeństwami.
Brak regularnego biletu za wejście do kościoła.
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