Burgen
Zwischen Bäumen versteckt an der Straße von Jastrzębie-Zdrój nach Teschen liegt das Schloss Klein Kuntschütz, das wegen seines repräsentativen Arkadenhofs, wie ihn kein anderer Adelssitz des Teschener Schlesiens besaß, auch das „Teschener Wawel“ genannt wird. Streng genommen handelt es sich um einen Wehrhof, das einzige erhaltene Bauwerk dieser Art im Teschener Schlesien.
Die Wehranlage errichteten Ende des 14. Jahrhunderts die Golasowski als gotische Burg. 1560 erweiterte sie Jerzy Sedlnicki, woran ein steinernes Portal mit dem Odrowąż-Wappen im Sturz erinnert. Nach der Heirat der Katarzyna aus dem Haus Sedlnicki ging das Anwesen an das Geschlecht Czela mit dem Wappen Kościesza über, eines der bedeutendsten Geschlechter des Herzogtums Teschen. Piotr Czela, Sohn des Kanzlers Jan Czela, verlieh der Residenz ihre Renaissancegestalt: Vier Flügel öffneten sich mit Arkaden zum Hof, im Südosten entstand das Einfahrtstor.
Heute beherbergen die Mauern eine museale Kammer und einen Gasthof mit Restaurant; ringsum erstreckt sich ein denkmalgeschützter Park mit einem Teich, auf dem Schwäben schwimmen, und einer romantischen kleinen Brücke. Klein Kuntschütz liegt an der Piotrówka; das Dorf wurde erstmals um 1305 im Zehntregister des Bistums Breslau erwähnt. Für Reisende auf der Route Jastrzębie–Teschen ist es ein bequemer Stopp für Rast und ein Essen in historischen Mauern.
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