Märkte & Altstädte
Der Marktplatz in Cieszyn ist ein rechteckiger Platz mit barockem Brunnen und dem Rathaus an der Südseite, geformt Ende des 15. Jahrhunderts, als der Teschener Herzog Kasimir II. der Stadt zwei Häuser verkaufte, die für den neuen Amtssitz bestimmt waren. Rund um den Platz stehen Laubenhäuser, in deren Innenräumen sich Tonnengewölbe mit Stichkappen und steinerne Portale erhalten haben.
Nach dem großen Brand der Mitte des 16. Jahrhunderts baute man die Platzbebauung als Renaissance-Arcadenbau — teilweise in Holz-Mauerwerk — wieder auf. Nach dem nächsten Brand 1789 wurden die Häuser im barock-klassizistischen Stil umgebaut. Unter den Renaissancefassaden blieben mittelalterliche Vorkeller erhalten.
Das mehrfach umgebaute Rathaus erhielt seine heutige klassizistische Gestalt in dem 1800 übergebenen Bau, der gemauerte Turm kam 1801 hinzu — mittags erklingt von ihm ein Hornsignal, komponiert zum 1150. Jahrestag der legendären Gründung Cieszyns. In der Mitte des Platzes steht ein barocker Brunnen mit der Figur des Heiligen Florian, gefertigt 1777 von Wacław Donay aus Skoczów.
An der Nordseite stehen das Postgebäude und das Dom Narodowy aus dem frühen 20. Jahrhundert — heute Sitz des Cieszyner Kulturzentrums, des Organisators des Theaterfestivals „Na granicy". Von der Altstadt gelangen Sie auf den Burgberg (Góra Zamkowa) mit der romanischen Rotunde St. Nikolaus, einem der ältesten Bauwerke Polens, und weiter ins tschechische Český Těšín.
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