Historische Orte
Die jüdischen Friedhöfe von Cieszyn an der Hażlaska-Straße bilden ein ungewöhnliches Paar zweier fast gegenüberliegender Nekropolen. Der alte Friedhof wurde 1647 angelegt, der neue 1907 eröffnet, als der ältere Begräbnisplatz für die jüdische Gemeinde nicht mehr ausreichte. Zusammen bewahren sie wichtige Spuren der Geschichte von Cieszyn und des jüdischen Lebens in Schlesien.
Die ältere Nekropole entstand mit Genehmigung der Herzogin Elisabeth Lukretia für die Familie und Dienerschaft von Jakub Singer und wurde später zum wichtigsten Begräbnisplatz der Juden von Cieszyn. Erhalten sind über 1500 Mazewot, darunter Grabsteine aus dem späten 17. Jahrhundert mit hebräischen und deutschen Inschriften. Die steinernen Stelen stehen an einem bewaldeten Hang; achte auf ihre unterschiedlichen Formen, Ornamente und die Gestaltung der Namen.
Der neue Friedhof auf der anderen Seite der Hażlaska-Straße wurde 1907 eröffnet und übernahm die Funktion des Hauptfriedhofs. Dort sind etwa 100 Grabsteine erhalten. Beide Friedhöfe lassen sich als eine Station auf den Spuren der jüdischen Geschichte besuchen, zusammen mit dem Museum des Teschener Schlesien, der Altstadt und dem Burgberg.
Die Friedhöfe sind eingezäunt; die Zutrittsbedingungen können vom jeweiligen Betreuer abhängen. Nimm keine festen Öffnungszeiten an und prüfe vor der Fahrt lokale Hinweise oder frage den Betreuer. Bewahre Ruhe, berühre die Mazewot nicht und betrete keine Gräber.
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