Küste
Die Sobieszewska-Insel ist der flächengrößte und östlichste Stadtteil von Danzig — rund 15 km Land in der Weichselmündung, gestreckt von der Śmiała-Weichsel bis zum Weichseldurchstich. Sie ist die drittgrößte Insel Polens und zugleich ein Winkel, in dem Eintritt und Parken kostenlos bleiben und Wälder sowie Strände den städtischen Lärm verdrängen.
Die Form des Landes legte die Weichsel fest. Im Jahr 1840 brach Treibeis das alte Flussbett auf und erzwang einen neuen Abfluss — so entstand die Śmiała-Weichsel. 1895 gruben Arbeiter den künstlichen Weichseldurchstich, die heutige Mündung des Flusses in die Ostsee; das Ausheben mit der Schaufel dauerte vier Jahre. Das verlassene Flussbett heißt heute Tote Weichsel.
Am östlichen Rand, beim Durchstich, liegt das Reservat Mewia Łacha: Der Spaziergang vom kostenlosen Parkplatz dauert etwa 2 km eine Wegstrecke, hinter der Aussichtsplattform gilt Betretungsverbot — die Robben dort stehen unter Schutz. Noch 2007 sah man einzelne Tiere, neuere Beobachtungen belegen bereits Herden von 200–250 Tieren; vom Świbno fahren Boote zur Robbenbeobachtung. Am westlichen Rand, an der Śmiała-Weichsel, wartet das Reservat Ptasi Raj mit Beobachtungshütten am See Karaś und am See Ptasi Raj — es beherbergt bis zu 200 Vogelarten, und der benachbarte Strand ist für nach Stürmen angeschwemmten Bernstein bekannt.
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