Andere
Drei Wochen lang um die Wende von Juli und August verwandelt sich die Danziger Altstadt in einen der größten open-Air-Märkte Europas, der neben dem Oktoberfest und dem Wiener Christkindlmarkt genannt wird. Die Tradition reicht bis ins Jahr 1260 zurück, als Papst Alexander IV den Dominikanern erlaubte, den Gläubigen einen Ablass zu gewähren, die an der Messe am Tag des heiligen Dominikus teilnahmen. Die ältesten urkundlichen Erwähnungen der Markttage stammen aus dem 14. Jahrhundert — aus den Jahren 1358 und 1363.
Der Markt breitet sich vom Dominikanerplatz über die ** Lange Gasse, die Mariengasse, die Heilig-Geist-Gasse und die Jagielloński-Wälle** aus. Bernsteinschmuck beherrscht die Stände — Danzig gilt als die Welthauptstadt des Bernsteins —, dazu kommen kaschubische Keramik, Kunsthandwerk, Trachten und alte Leckereien wie Thorner Lebkuchen. Dem Handel gesellte sich schon im Mittelalter ein Volksfest hinzu, heute auch Konzerte und Open-Air-Theater.
Früher wurde der Markt am 4. August, dem Dominikustag, genau um zwölf Uhr mittags eröffnet. Schon im Mittelalter kamen Kaufleute aus ganz Europa mit ihren Schiffen zum Augustmarkt in den Danziger Hafen, und manche Straßennamen — wie der Fischmarkt oder der Kohlenmarkt — stammen noch von den dort gehandelten Waren.
Der Eintritt ist frei, die Stände sind von frühmorgens bis zur Dämmerung geöffnet. Nutzen Sie am besten die öffentlichen Verkehrsmittel und lassen Sie das Auto außerhalb des Zentrums — die Altstadt ist während des Marktes sehr voll.
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