Denkmäler
Barczewo (Wartenburg), Ermland-Masuren
An der ul. Kościuszki steht ein heller, klassizistischer Bau mit großen Rundbogenfenstern, der eher an einen Konzertsaal als an ein Gotteshaus erinnert. Es ist die frühere Synagoge von Barczewo (Wartenburg), die einzige erhaltene im Kreis Olsztyn. Gerettet hat sie, dass sie wenige Monate vor der Pogromnacht keine Synagoge mehr war.
Die Synagoge entstand Mitte des 19. Jahrhunderts – die Quellen nennen 1845–1850 oder 1847 – auf Fundamenten aus Feldstein. 1937 verkaufte die jüdische Gemeinde das Gebäude an Privatleute. Wegen der neuen Nutzung wurde es in der Pogromnacht nicht zerstört; Ende 1938 fanden hier Modellbaukurse statt. Im Zweiten Weltkrieg richteten die Deutschen ein Gefängnis ein, das von 1940 bis 1945 bestand.
Nach dem Krieg wohnte hier Gefängnispersonal, dann stand der Bau leer und verfiel. 1976–1978 wurde er grundlegend saniert und als Zweigstelle des Museums für Ermland und Masuren eingerichtet. 1980–1996 beherbergte er das Webzentrum Ermland und Masuren unter Leitung von Barbara Hulanicka, die Bildteppiche für den Vatikan und das Weiße Haus schuf. Nach einer weiteren Renovierung im Jahr 2000 wurde die Synagoge zur Kunstgalerie „Synagoga“.
Die Öffnungszeiten der Galerie hängen von den aktuellen Ausstellungen ab, prüfen Sie sie vorab. Vor dem Gebäude steht eine Infotafel des Stadtrundgangs. 15–30 Minuten genügen, zur Andreaskirche sind es etwa hundert Meter.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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