Berge & Gipfel
Karpacz (Krummhübel), Niederschlesien
Die Schneekoppe (Śnieżka) ist mit 1603,30 m der höchste Gipfel des Riesengebirges und der gesamten Sudeten. Sie erhebt sich über Krummhübel (Karpacz) im Hirschberger Tal direkt auf der polnisch-tschechischen Grenze. Ihr markanter Felskegel mit der barocken Laurentiuskapelle und dem „Ufo“-Observatorium gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Niederschlesiens. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, aber ohne Kletterei machbar – ein Muss für alle, die das Riesengebirge zum ersten Mal besuchen.
Von Dresden fährst du über Görlitz und Hirschberg (Jelenia Góra) nach Karpacz; die Talstation des Sessellifts liegt an der ul. Olimpijska und hat einen eigenen Parkplatz für rund 100 Autos; rechne mit rund 2,5 bis 3 Stunden, von Berlin mit etwa 4,5 Stunden. Seit Juni 2025 fahren wieder Züge der Koleje Dolnośląskie von Jelenia Góra nach Karpacz (etwa 18 Minuten). Auf der tschechischen Seite führt eine Gondelbahn von Pec pod Sněžkou fast bis zum Gipfel.
Die lange genannte Höhe von 1602 m bezog sich auf einen Vermessungspunkt, nicht auf den Gipfel selbst; offiziell gelten heute 1603,30 m. Die Schneekoppe ist zudem der höchste Berg Tschechiens und mit einer Schartenhöhe von 1184 m der markanteste Gipfel Polens und Tschechiens. Ein Vulkan ist sie trotz ihrer Form nicht: Sie besteht aus hartem Hornfels, der der Erosion besser widerstand als der umliegende Granit.
Die Schneekoppe war einer der ersten viel besuchten Berge Europas. Seit 1804 verläuft über den Gipfel eine Staatsgrenze – zunächst zwischen Preußen und Österreich, ab 1918 zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei, heute zwischen Polen und Tschechien. Schon früh stiegen Kurgäste aus Bad Warmbrunn (Cieplice) hinauf. Die deutschen Bauden auf dem Gipfel, entstanden zwischen 1850 und 1862, wurden in den 1960er-Jahren abgerissen. Die polnische Ortsbezeichnung „Śnieżka“ wurde 1949 amtlich eingeführt.
Bei klarer Sicht reicht der Blick über 200 km weit. An über 300 Tagen im Jahr hüllt allerdings Nebel den Gipfel ein.
Mit dem Sessellift zur Kopa: Die Vierersesselbahn (Länge 2278 m) bringt dich von Karpacz auf die Kopa. Von der Bergstation gehst du auf dem schwarz markierten Weg etwa 15 Minuten zur Baude Dom Śląski (Schlesierhaus) am Pass unter der Schneekoppe (ca. 1400 m). Von dort führen zwei Wege in 30–45 Minuten zum Gipfel:
Zu Fuß ab Karpacz: Vom Wanderknoten an der Bushaltestelle Biały Jar führt der rote Weg vorbei an der Sprungschanze Orlinek und durch den Łomniczka-Kessel zum Dom Śląski – bis zum Gipfel etwa 3 Stunden. Im Winter ist der Abschnitt durch den Kessel wegen Lawinengefahr gesperrt, Hunde sind dort ganzjährig verboten.
Das Gipfelklima ähnelt eher dem hohen Norden: Die Jahresmitteltemperatur liegt knapp über 0 °C, der Wind weht im Schnitt mit rund 12 m/s, Böen über 80 m/s wurden gemessen. Nimm auch im Hochsommer winddichte Jacke, Mütze und Handschuhe mit, prüfe vorher den Tourenbericht des Nationalparks und kehre bei Wetterumschwung am Dom Śląski um. Im Winter sind Grödel oder Steigeisen Pflicht.
Stand: Oktober 2026
Unbedingt – vor allem früh am Morgen an einem Werktag außerhalb der Ferien, wenn die Wege leerer sind. Der Herbst bringt oft die beste Fernsicht. Verbinde die Tour mit der Stabkirche Wang in Karpacz, dem Museum für Sport und Tourismus und der historischen Talsperre an der Łomnica.
Szczyt dostępny przez cały rok, zależnie od warunków i komunikatów KPN; zimą odcinek przez Kocioł Łomniczki jest zamknięty (zagrożenie lawinowe). Kolej na Kopę w październiku 2026: niedziela–czwartek 9:00–16:00, piątek–sobota 9:00–17:00.
Wstęp do KPN: normalny 11 zł, ulgowy 5,50 zł (dzieci do 7 lat i posiadacze KDR bezpłatnie); kolej na Kopę: wjazd 75–85 zł, wjazd i zjazd 85–95 zł (normalny, zależnie od dnia).
Śnieżka, Karkonoski Park Narodowy, 58-540 Karpacz (granica polsko-czeska)
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Geprüft: Oktober 2026