Märkte & Altstädte
Der Marktplatz von Węgrów, auch Marienplatz genannt, ist ein weitläufiger Platz im Zentrum einer Stadt an der Grenze zwischen Masowien und Podlachien am Fluss Liwiec. Nach einer kürzlichen Revitalisierung ist er die repräsentative Visitenkarte der Stadt; im Mittelpunkt steht die barocke Kirche Mariä Himmelfahrt mit dem Rang einer Basilica minor. Węgrów erhielt 1441 das Stadtrecht und gehörte ab 1593 den Radziwiłłs, die den Handel förderten.
Vor der Kirche steht ein Brunnen, dessen Strahl die Wasserkraft wechselt und den Platz belebt. Die barocke Silhouette der Basilika wirkt vor allem dann beeindruckend, wenn sie mit den umliegenden Bürgerhäusern gerahmt wird.
In der Nordflanke sticht das elegante Barocke Danziger Haus aus dem 18. Jahrhundert hervor. Es wurde von Danziger Kaufleuten errichtet, die hier Handelsgespräche mit den Węgrów-Kaufleuten führten — daher der Name. Es erinnert an die Zeit, als der Getreidehandel in Richtung Danzig aus Węgrów ein ernstzunehmendes Kaufmannszentrum machte.
Bei der Revitalisierung des Platzes entdeckte man Spuren des früheren Rathauses, das zuvor nur von einem alten Porträt bekannt war — es wurde schon vor langer Zeit zerstört. Sein Aussehen und seine Geschichte sind heute auf Informationstafeln am Platz erläutert.
Der Platz ist ein guter Startpunkt für Stadt und Umgebung: Die Burg in Liw liegt etwa 4 km entfernt, Basilika und Danziger Haus warten direkt am Platz.
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