Denkmäler & Hügel
An der Straße Piłsudskiego in Siedlce, vor dem Sitz der Städtischen Bibliothek, hat sich Stefan Żeromski auf eine Bank gesetzt. Das Denkmal wurde 2011 anlässlich der Wiedereröffnung der modernisierten Bibliothek enthüllt; sein Schöpfer ist der Bildhauer Stanisław Strzyżyński aus Nałęczów.
Die Verbindung Żeromskis zur Stadt ist kein Zufall: Die Ehefrau des Schriftstellers, Anna Zawadzka, stammte aus Siedlce, und der Held des Romans „Przedwiośnie" (Der Frühling), Cezary Baryka, ist im Werk gebürtiger Einwohner dieser Stadt. Die Bank erinnert an den Autor von „Ludzie bezdomni" (Heimlose) und „Popioły" (Asche) — einen Prosaiker, der in den Jahren 1921–1924 viermal für den Nobelpreis nominiert wurde und „das Gewissen der polnischen Literatur" genannt wird.
Die Wahl des Platzes vor der Bibliothek ist symbolisch: Żeromski war Sozialaktivist und Bibliothekar, erster Präsident des polnischen PEN-Clubs. Wenige Schritte von der Bank steht das Siedlcer Rathaus namens „Jacek", in wenigen Hundert Metern die Kathedrale und der ehemalige Ogiński-Palast.
Die Bank ist rund um die Uhr zugänglich; der Besuch lässt sich am besten mit einem Spaziergang durch die Innenstadt von Siedlce verbinden: vom Rathaus über die Kathedrale bis zum Ogiński-Palast. Für ein Foto und einen Moment der Besinnung genügen einige Minuten.
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