Märkte & Altstädte
Der mittelalterliche Marktplatz von Kłodzko, heute nach Bolesław Chrobry benannt, überrascht schon nach den ersten Schritten: Seine Fläche fällt deutlich ab, sodass die Bürgerhäuser an den Ecken auf unterschiedlichen Höhen stehen. Das Rechteck von etwa 100 mal 60 Metern wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts angelegt und folgt bis heute seinem mittelalterlichen Grundriss.
Von jeder Ecke führen zwei Straßen vom Platz weg — insgesamt acht: Spadzista und Armii Krajowej, Wodna und Wita Stwosza, Łukasińskiego und Stroma, Czeska und Grodzisko. Der Name der ersten ist ein Hinweis für Besucher: Das beträchtliche Gefälle entlang der kürzeren Fronten macht Eindruck und wird im Winter, wenn der Platz mit Eis überzogen ist, zur echten Probe für die Schuhe.
Den Platz selbst füllen Rathaus, Mariensäule, Pranger und ein städtischer Brunnen — ein Ensemble, das über Jahrhunderte den Rang schlesischer Handelsstädte bestimmte. Im Haus Nummer 13 betreibt eine historische Apotheke, eine der Visitenkarten der Altstadt. Am Abend beleuchten Lampen den Platz, und die Bebauung gewinnt eine Tiefe, die bei hellem Tageslicht unsichtbar bleibt.
Den Platz können Sie jederzeit und ohne Ticket betreten. Die Altstadt von Kłodzko ist ein bequemer Ausgangspunkt für die Erkundung des Glatzer Kessels, und ein Spaziergang zwischen den Bürgerhäusern mit einer Kaffeepause in einem der Cafés am Platz dauert meist eine Stunde, die Besucher gern verlängern.
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