Technikdenkmäler
Die gotische Johannisbrücke in Kłodzko ist eine mittelalterliche Steinbrücke über die Młynówka, einen Seitenarm der Glatzer Neiße. Sie verbindet die Sandinsel mit der historischen Altstadt und gehört zu den markantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ihre massive Konstruktion, die steinernen Brüstungen und die barocken Skulpturen machen sie zu weit mehr als einer einfachen Querung.
Das genaue Baujahr ist nicht sicher. Offizielle Informationen der Stadt setzen ihre Entstehung zwischen 1281 und 1390 an, am Standort einer älteren Holzbrücke; ihre heutige Form wird mit dem Ende des 14. Jahrhunderts verbunden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Brücke mehrfach verstärkt und wiederaufgebaut. Sie ist etwa 53 Meter lang; von hier sieht man auch einen Teil der früheren Stadtmauer.
Die wichtigste Ausstattung der Brücke ist eine Gruppe von Statuen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Dargestellt sind unter anderem der heilige Wenzel, der heilige Johannes Nepomuk, der heilige Franz Xaver, die Kreuzigung, die Heilige Dreifaltigkeit und die Krönung Mariens. Die Verbindung aus mittelalterlicher Konstruktion und späterer Barockkunst erinnert an die Karlsbrücke in Prag; deshalb gilt sie oft als deren kleine Kłodzkoer Schwester.
Die Brücke liegt im Zentrum und lässt sich gut in einen Spaziergang durch die Altstadt zwischen Sandinsel, Marktplatz und weiteren Sehenswürdigkeiten einbauen. Gehe langsam hinüber, betrachte die Figuren und achte auf die Młynówka sowie die alten Befestigungsmauern.
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