Märkte & Altstädte
Gniezno (Gnesen), Großpolen
Der Marktplatz in Gnesen (Rynek, Gniezno) ist das Herz der Altstadt – ein überschaubarer Platz mit bunten Bürgerhäusern, von dem die Tumska-Straße direkt zum Dom auf dem Lechhügel hinaufführt. Sein heutiges Gesicht verdankt er dem Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand von 1819. Hier trinkst du Kaffee, isst zu Mittag und startest den Spaziergang über den Königsweg mit seinen kleinen Bronzekaninchen.
Gnesen liegt in Großpolen, etwa 55 km östlich von Posen (Poznań). Aus Berlin reist du am bequemsten mit dem Zug nach Posen und fährst von dort weiter (Fernzüge brauchen etwa eine halbe Stunde). Mit dem Auto erreichst du die Stadt über die S5. Vom Bahnhof Gnesen gehst du rund eine Viertelstunde bis zum Marktplatz. Zum Parken nennt die Stadt unter anderem Plätze am Wochenmarkt (targowisko) an der pl. Piłsudskiego, in der ul. 3 Maja und in der ul. Pocztowa.
Gnesen erhielt 1238/1239 das Stadtrecht, der Markt wurde als Mittelpunkt der Lokationsstadt angelegt. Im Mittelalter umgaben ihn Mauern, deren Reste du noch in der ul. Farna hinter der Dreifaltigkeitskirche siehst. Im 19. Jahrhundert gehörte Gnesen zur preußischen Provinz Posen; der Brand von 1819 zerstörte damals den größten Teil der Stadt. Am Markt blieben nur zwei Gebäude stehen, die 1980 umfassend restauriert wurden. Die übrigen Häuser entstanden im 19. und 20. Jahrhundert – daher die bunte Mischung aus Klassizismus, Jugendstil und Historismus.
Vom Markt aus beginnt der Königsweg (Trakt Królewski) von 2018 mit Statuen der fünf in Gnesen gekrönten Könige, Denkmälern zweier Gründungssagen, Stadtmodellen aus Bronze und 17 Bronzekaninchen als „Wegweisern“. Die kostenlose App „Królika Goń“ (Android, iOS) macht daraus ein Stadtspiel – ideal mit Kindern.
Der Markt ist flach, gepflastert und gut mit Kinderwagen zu erkunden; rund um den Platz findest du zahlreiche Cafés und Restaurants, viele mit Außenterrassen in der warmen Jahreszeit. Familien mit Kindern haben am meisten von der Kaninchen-Suche entlang des Königswegs. Wer Architektur mag, sollte in der Chrobrego-Straße die Fassaden aus dem frühen 20. Jahrhundert anschauen, die nach und nach die älteren, eingeschossigen Häuser ersetzten.
Zusammen mit dem Lechhügel auf jeden Fall. Über die Tumska-Straße bist du in wenigen Minuten am Dom und an der Bronzetür (Stand Oktober 2026 Mo–Sa bis 17 Uhr, ab November bis 16 Uhr, sonntags geschlossen).
Eintritt frei
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Geprüft: Oktober 2026