Märkte & Altstädte
Międzylesie, Niederschlesien
Der Marktplatz in Międzylesie (Mittelwalde) ist kein Quadrat, sondern ein lang gestrecktes Dreieck; in seiner Mitte erhebt sich auf einer kleinen Grünfläche eine barocke Säule mit der Muttergottes. Sie entstand nach einer Reihe von Unglücken, die die Stadt Ende des 17. Jahrhunderts trafen, und folgt dem Vorbild der berühmten Prager Säule.
1686 suchten Brand und Hochwasser Mittelwalde heim. 1689 ließ ein Wolkenbruch die Glatzer Neiße über die Ufer treten, 1696 folgte ein weiteres Hochwasser. Der Herr der Mittelwalder Herrschaft, Graf Michael Wenzel von Althann, stiftete daraufhin die Säule als Votivgabe für den Schutz der Stadt vor Wasser und Feuer. Sie wurde 1698 errichtet, nach dem Vorbild der Prager Mariensäule von 1650, die Kaiser Ferdinand III. gestiftet hatte. In der Gegenreformation verkündeten solche Säulen auch den Sieg des Katholizismus. 1932–1934 restaurierte der Bildhauer Bergmann aus Habelschwerdt Sockel und Balustrade.
Der Marktplatz ist ein guter Ausgangspunkt für einen Rundgang: Wenige Schritte entfernt liegen das Schloss und die damit verbundene Fronleichnamskirche, ein paar Gehminuten weiter die Weberhäuser in der ul. Sobieskiego und die Barbarakirche. Für Platz und Säule genügen 15–20 Minuten. Das schönste Foto der Säule gelingt mit dem Schlossturm im Hintergrund.
Eintritt frei
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