Museen
Posen, Großpolen
Die ul. ks. Posadzego auf der Posener Dominsel (Ostrów Tumski) verläuft auf der Krone eines Burgwalls aus der Zeit Mieszkos I., des ersten historisch belegten Herrschers Polens: Seine Konstruktion beginnt etwa einen Meter unter dem Pflaster und reicht fast sechs Meter tief. Im Archäologischen Reservat Genius Loci können Sie zu diesem Wall hinabsteigen und seinen Querschnitt mit eigenen Augen sehen. Die Eichenbalken haben sich nach tausend Jahren im feuchten Boden in Mooreiche verwandelt.
Das Reservat ist eine Zweigstelle des Archäologischen Museums Poznań und liegt wenige Schritte von der Kathedrale entfernt an der ul. ks. Ignacego Posadzego 3. Es wurde am 30. Juni 2012 auf einem 1.002 m² großen Grundstück eröffnet, das die Erzdiözese zur Verfügung stellte. Den Pavillon entwarf das Büro Toya Design; die westliche Backsteinfassade mit wechselnden Mauerverbänden soll an die Schichten einer Grabung erinnern. Der Bau kostete rund 9,7 Mio. PLN, überwiegend aus EU-Mitteln.
Planen Sie etwa eine Stunde ein. Sonntags lohnt der freie Eintritt, dann ist aber mehr los. Verbinden Sie den Besuch mit der Kathedrale und dem Geschichtszentrum Brama Poznania (Porta Posnania) jenseits der Cybina: Dessen Kasse verkauft ein Kombiticket, das auch Genius Loci und die Lubrański-Akademie umfasst. Schauen Sie beim Hinausgehen auf die ul. Posadzego: Sie laufen auf der Krone eines tausendjährigen Walls.
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