Natur
Das Prądnik-Tal im Nationalpark Ojców zeigt am besten, was jurassische Kalksteinfelsen sind. Der Park wurde 1956 als sechster in Polen gegründet und ist zugleich der kleinste — er umfasst nur 21,46 km² — Wappentier ist die Fledermaus. Weiße Türme aus hartem Oberjura-Kalkstein, der stellenweise mächtiger als 200 m ist, leuchten über einem bis zu 100 m tiefen Talgrund.
Das Wahrzeichen von Ojców und der ganzen Krakau-Tschenstochauer Hochebene ist die Herkuleskeule bei der Burg Pieskowa Skała. In Ojców selbst sieht man die Nadel der Deotyma, die einer Spitze gleicht, und das mächtige Krakauer Tor — zwei Pfeiler, die das Tal verengen. Am Hauptweg warten noch die Jungfrauenfelsen, die Kronenfelsen mit der Dunkelhöhle und dem „Fäustling" sowie der felsige Hügel Okopy.
Felsen sind Reste des Gebirgsmassivs, die der Erosion standhielten: Wasser mit gelöster Kohlensäure wäscht den weichen plattigen Kalkstein aus und lässt den harten Felsenkalk zurück. Der Karstcharakter der Region bezeugen auch Höhlen — die Dunkelhöhle und die Łokietek-Höhle zählen zu den meistbesuchten Polens.
Der Park liegt etwa 16 km von Krakau entfernt, auf dem Gebiet von vier Gemeinden. Am besten verbindet man den Besuch mit dem Weg durch das Prądnik-Tal: unterwegs liegen die Wassertorkapelle, die Burgruine in Ojców und die Burg Pieskowa Skała.
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