Technikdenkmäler
Hel, Pommern
Der Leuchtturm Hela in Hela (Hel) ist ein schlanker, achteckiger Turm aus rotem Backstein im Kiefernwald an der äußersten Spitze der Halbinsel Hela, rund 35 km Nehrung zwischen Ostsee und Danziger Bucht. Mit 41,5 m Höhe weist er bis heute Schiffen den Weg nach Danzig (Gdańsk) und Gdingen (Gdynia). Im Sommer kannst du auf die Galerie steigen – ein guter Auftakt für einen Spaziergang zur Landspitze, zu den Batterien von 1939 und zu den Museen des Ortes.
Ein Seezeichen gibt es auf Hela seit dem 17. Jahrhundert; nach 1647 stand hier ein hölzerner Kran mit einem eisernen Kohlenkorb. Der erste gemauerte Leuchtturm entstand 1806–1826 und wurde am 1. August 1827 in Betrieb genommen – damals gehörte Hela zu Preußen. 1929 erhielt er rot-weiße Streifen, 1938 elektrisches Licht.
Im September 1939 hielt sich die polnische Besatzung von Hela bis zum 2. Oktober. Auf Befehl von Kommandeur Włodzimierz Steyer sprengten die Verteidiger ihren eigenen Leuchtturm, damit er der deutschen Artillerie nicht als Zielpunkt diente. Die Angaben gehen auseinander: 16. September oder 19. September (Betreiberverein). Den heutigen Turm errichtete die deutsche Besatzungsverwaltung 1942 in etwa sieben Monaten, rund 10 m neben dem alten Fundament; gebaut haben ihn Kaschuben aus der Gegend.
Der Aufstieg führt über eine enge Treppe – mit Kinderwagen oder Höhenangst eher nichts für dich. Kinder unter 105 cm dürfen nicht hinauf, Kinder unter 7 Jahren nur in Begleitung Erwachsener.
Wenn du ohnehin in Hela bist: ja. Plane 30–45 Minuten ein und verbinde den Turm mit dem 1-km-Waldweg zur Landspitze, der Geschützstellung der Batterie Laskowski und der Seehundstation. Im Hochsommer ist es morgens am ruhigsten.
Den Turm öffnet die Gesellschaft der Freunde des Nationalen Meeresmuseums (TPNMM). Auf ihrer Website – ohne Angabe des Jahres – stehen:
Hela liegt am Ende der Straße 216 und der Bahnstrecke aus Gdingen (Fahrzeit mit dem Regionalzug etwa 2 Stunden). Aus Deutschland fährst du zunächst nach Danzig oder Gdingen – mit dem Auto meist über Stettin (Szczecin) und die Schnellstraße S6 – und von dort weiter auf die Halbinsel. Im Sommer staut sich die 216 oft; in der Saison fahren zusätzlich Wasserbusse aus Danzig, Gdingen und Zoppot (Sopot). Vom Bahnhof Hel sind es 10–15 Minuten zu Fuß zur ul. Bałtycka 4.
Landspitze mit dem Kaschubenhügel, Batterie Laskowski, Museum der Küstenverteidigung, Fischereimuseum.
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Geprüft: Oktober 2026