Technikdenkmäler
An der äußersten Spitze der Halbinsel Hela steht ein achteckiger Turm aus rotem Backstein — der Leuchtturm Hela, 41,5 Meter hoch, mit einem Licht, das 17 Seemeilen (31,5 km) weit reicht. Von der Terrasse sehen Sie die offene Ostsee, den Hafen und beide Ufer der Danziger Bucht. Die Station untersteht dem Seearsamt in Gdingen.
Die Warnung der Seeleute auf Hela begann nach 1647, als auf der Landspitze ein hölzerner Kran mit einem Kohlekessel aufgestellt wurde; nach einem Brand 1667 holte man einen Teerbehälter an einem 20 Meter hohen Mast hoch. Der gemauerte Leuchtturm entstand zwischen 1806 und 1826 und wurde am 1. August 1827 eröffnet. 1938 ersetzte ein 3.000-Watt-Elektrischlicht die Rüböllampen, die weiß-roten Streifen malte man 1929.
Am 16. September 1939, während der Verteidigung von Hela, wurde der Leuchtturm auf Befehl von Kommandor Włodzimierz Steyer gesprengt, um der deutschen Artillerie das Zielen zu erschweren. Die Deutschen bauten ihn 1942 zehn Meter südöstlich des ursprünglichen Fundaments wieder auf.
Lichtquelle ist eine 1.000-Watt-Lampe, die nach dem Durchbrennen automatisch um 180 Grad rotiert und eine Ersatzlampe in Position bringt. Von 1957 an sendete der Turm das Morsezeichen „HL“, und seit 2003 gehört er zum Verkehrssicherungssystem VTS Danziger Bucht.
Zur Terrasse führen Sie Treppen — von oben entdecken Sie die Leuchttürme von Jastarnia, Rozewie und Danzig Nordhafen. In der Nähe liegen die Seehundstation der Universität Danzig und ein Fischereimuseum, planen Sie also einen halben Tag für die Landspitze ein.
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