Kirchen & Klöster
In Giecz, neben einer der Hauptburgen des Staates der ersten Piasten, steht die einschiffige romanische Kirche Mariä Himmelfahrt und des heiligen Nikolaus — ein Tempel auf dem ehemaligen Vorburggelände, errichtet aus Granitquadern, mit 110 Zentimeter dicken Mauern.
Der romanische Bau aus dem 12. Jahrhundert entstand auf den Fundamenten eines älteren Gotteshauses; in der Krypta sind die Reste einer steinernen Kirche aus dem 11. Jahrhundert sichtbar, die beim böhmischen Einfall 1039 zerstört wurde. An der östlichen Apsis hat sich eine romanische Altarmensa aus sieben Lagen Quadersteinen erhalten, mit einer kleinen Öffnung, die — so vermutet man — als Reliquienbehälter diente. An der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert wurde die Kirche auf den alten Fundamenten erweitert und fast verdoppelt.
Zum ursprünglichen Marienpatrozinium kam später der heilige Nikolaus hinzu — das doppelte Patrozinium gilt bis heute. Im Inneren befinden sich ein spätgotischer Sandsteintaufstein in Form eines Kelches und eine hölzerne spätgotische Figur der Madonna mit Kind.
Im 11. Jahrhundert verband eine Holzbrücke von rund 180 m Länge und 6 m Breite die Siedlung mit der Burg jenseits des Sees — ein geschützter Abschnitt eines Fernhandelsweges. Heute liegen die Reste der Burg 0,4 km von der Kirche entfernt, und die Umgebung ergänzt die Klassiker der Route der ersten Piasten: Lednica, Ostrów Lednicki und Gniezno.
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