Kirchen & Klöster
In Małujowice, sieben Kilometer von Brzeg entfernt, steht die gotische Backstein-Kirche des hl. Jakobus — seit 2022 ein Denkmal von historischer Bedeutung und Schauplatz einer der bekanntesten Entdeckungen mittelalterlicher Kunst in Polen. Seine Wände bergen fast 1000 m² Gemälde: der größte Bestand mittelalterlicher Fresken des Landes.
Die Kirche entstand um 1250 auf Initiative des Herzogs Heinrich III. des Weißen; nach 1266 führte Heinrich IV. Probus den Bau fort. Zuerst entstand der Chor, Ende des 13. Jahrhunderts das Schiff, im 14. Jahrhundert der Turm, im 16. erhöht. Eine steinerne Mauer aus dem 15. Jahrhundert umgibt das Ganze. Auf dem Chorbogen sehen Sie das Jüngste Gericht — eine eigenwillige Vision, die der Kirche den Beinamen „Schlesische Sixtina” einbrachte.
Fresken des 14. Jahrhunderts füllen das Schiff: Die eine Wand erzählt das Alte, die andere das Neue Testament; 96 Szenen bilden Polens größten mittelalterlichen Zyklus der Biblia pauperum. Hervorzuheben ist die Kreuzigung Christi durch die Tugenden — weltweit sind nur 12 solcher Darstellungen bekannt, drei davon in Polen. Beachten Sie auch das gotische Portal mit der Krönung Mariens, der Anbetung der Könige und den Figuren der klugen und törichten Jungfrauen sowie die Holzdecke des 16. Jahrhunderts mit über 600 bemalten Brettern — keine gleicht der anderen.
1817, als die Kirche den Protestanten gehörte, wurden die Malereien übertüncht; die ältesten, frühgotischen Fresken des 13. Jahrhunderts von einem Künstler der Prager Schule entdeckte man 1964 auf dem Dachboden. Der Besuch des Inneren ist nach Voranmeldung möglich.
Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Jakobuskirche in Małujowice.
Unterkünfte auf Booking.com ansehenAffiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.