Kirchen & Klöster
Im oberen Teil von Jeleśnia, an der Straße zur polnisch-slowakischen Grenze bei Korbielów, steht die barocke Kirche St. Adalbert — das bedeutendste Denkmal dieses großen Beskiden-Dorfs. Die heutige Kirche entstand an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert und ersetzte einen älteren Holzbau.
Die Geschichte der Pfarrei reicht bis 1584 zurück, als die Dorfbewohner die erste Kirche auf der sogenannten Witkowa-Wiese bauten, unterstellt der Pfarrkirche von Żywiec; eine eigenständige Pfarrei wurde 1596 errichtet. Die heutige Kirche zeigt den Aufbau einer Pseudobasilika — drei Schiffe, wobei das Hauptschiff keine Fenster hat — und ist nach Osten ausgerichtet. Slowakische Einflüsse sind am Baukörper sichtbar: Die Turmkuppel erinnert an die Helme der Kirchen in Liptovské Matiašovce und Rabča auf der slowakischen Seite des Gebirges. Der Kirchkomplex samt Pfarrhaus von 1817 wurde am 20. August 1986 in das Denkmalregister eingetragen.
Das Innere ist im Rokokostil gehalten: Der Hochaltar stammt von 1790, die Empore von 1785, die vier spätbarocken Beichtstühle von 1776. Die beiden steinernen Taufbecken aus dem 18. Jahrhundert schuf der Żywiecer Steinmetz Wojciech Kucharski, das Bild des Kirchenpatrons malte Antoni Krzęstkiewicz, ein Maler, der aus den Kirchen der Żywiec-Region bekannt ist. In der Nische zur Straße hin steht eine Pietà.
Die Kirche steht am Rynek 2, neben einem erhaltenen Fragment des alten Friedhofs mit Grabsteinen verdienter Einwohner. Sie wird während der Gottesdienste geöffnet; der Ablasstag zu Ehren des Heiligen Adalbert fällt auf den Sonntag nach dem 23. April.
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