Museen
Sanok, Karpatenvorland
Die Zdzisław-Beksiński-Galerie in Sanok besitzt die weltweit größte Sammlung von Werken des polnischen Malers, dessen düstere, traumartige Bilder voller Ruinen, Gerippe und glühender Himmel Kultstatus haben. Sie liegt im wiederaufgebauten Südflügel des Königsschlosses in Sanok, der Heimatstadt des Künstlers im Südosten Polens, und gehört zum Historischen Museum der Stadt. Wenn dich Beksińskis Bilder schon einmal in den Bann gezogen haben, lohnt sich die Reise: Die Originale wirken in Größe und Oberfläche ganz anders als jede Reproduktion.
Beksiński wurde am 24. Februar 1929 in Sanok geboren. Er studierte Architektur in Krakau (Kraków) und machte sich in den 1950er-Jahren zuerst als experimenteller Fotograf einen Namen, bevor er zu Reliefs, Skulpturen und schließlich zur Malerei kam. Einen großen Teil seines Werks schuf er im Elternhaus in Sanok. 1977 zog er mit seiner Frau Zofia nach Warschau, wo er bis zu seinem Tod lebte; im Februar 2005 wurde er in seiner Wohnung ermordet.
Seinen Bildern gab er nie Titel – jeder Betrachter sollte seine eigene Deutung finden. Die Geschichte der Familie, auch des Sohnes Tomasz, eines bekannten Musikjournalisten, erzählt der polnische Spielfilm „Die letzte Familie“ (Ostatnia rodzina, 2016) mit Andrzej Seweryn in der Hauptrolle.
In seinem Testament setzte Beksiński das Historische Museum in Sanok als Alleinerben ein. So gelangten mehrere Tausend Werke hierher: Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien, Reliefs und Skulpturen. Nach Angaben des Museums wählte der Künstler viele davon selbst als seine wichtigsten Arbeiten aus.
Für die Sammlung wurde der Südflügel des Schlosses neu errichtet. Die Galerie mit über 900 m² Ausstellungsfläche wurde am 19. Mai 2012 offiziell eröffnet; in der Dauerausstellung hängen rund 300 Werke.
Die Ausstellung ist weitgehend chronologisch aufgebaut:
Plane für die Beksiński-Galerie mindestens eine Stunde ein. Für die übrigen Ausstellungen des Schlossmuseums, darunter mehr als 200 Ikonen aus den Karpaten (16. bis 20. Jahrhundert), brauchst du etwa eine weitere Stunde.
Lohnt sich der Besuch? Für alle, die sich für Beksiński interessieren, unbedingt: Nirgends sonst siehst du sein Werk in dieser Breite. Und Sanok ist das Tor zu den Bieszczady-Bergen, die gleich südlich beginnen.
Stand: Oktober 2026 (laut Website des Museums)
Öffnungszeiten
Eintritt (Preise ab 1. Mai 2026)
Tickets gibt es nur an der Kasse, einen Online-Verkauf gibt es nicht. Adresse: ul. Zamkowa 2, 38-500 Sanok, Tel. +48 13 46 306 09.
Sanok liegt in der Woiwodschaft Karpatenvorland, nahe der Grenzen zur Slowakei und zur Ukraine.
Zeiten gültig bis 15. November 2026
16.04–15.11: pon. 8:00–12:00, wt.–nd. 9:00–17:00; 16.11–15.04: pon. 8:00–12:00, wt.–pt. 9:00–16:00, sob.–nd. 9:00–15:00.
Normalny 30 zł, ulgowy 20 zł, rodzinne 75/90/105 zł, audioprzewodnik 12 zł (ceny od 1.05.2026); bilety tylko w kasie.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
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Geprüft: Oktober 2026
Fotos