Museen
Bromberg, Kujawien-Pommern
Das Exploseum in Bromberg (Bydgoszcz) ist ein Museum in den Ruinen der DAG Fabrik Bromberg, einer riesigen Sprengstofffabrik, die das nationalsozialistische Deutschland ab 1939 in einem Kiefernwald am Stadtrand errichtete. Du gehst durch Betonhallen, in denen während des Zweiten Weltkriegs Nitroglycerin hergestellt wurde, und durch Tunnel, die Rohrleitungen und Fluchtwege schützten. Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur.
Bromberg liegt an der Brahe (Brda) im Norden Polens, etwa 400 km östlich von Berlin; mit dem Auto bist du über Frankfurt (Oder) und Posen (Poznań) rund viereinhalb bis fünf Stunden unterwegs. Nach Danzig (Gdańsk) sind es mit dem Zug etwa zwei Stunden, nach Thorn (Toruń) weniger als eine Stunde.
Das Exploseum befindet sich in der ul. Alfreda Nobla 1, rund 6 km südöstlich der Altstadt am Rand des Industrie- und Technologieparks. Mit Auto oder Taxi sind es etwa 15 Minuten; am Kassengebäude gibt es Parkplätze. Ein Stadtbus hält an der Haltestelle „Park Przemysłowy / Exploseum“, fährt aber selten – Linie und Fahrplan vorher im Fahrplanportal prüfen.
Im Herbst 1939, wenige Wochen nach der Besetzung der Stadt, begann die Dynamit Aktien-Gesellschaft (DAG) – ein auf Alfred Nobel zurückgehender Konzern – mit dem Bau eines Werks auf einem eingezäunten Waldgelände von 23 km². Bis Ende 1944 entstanden über 1.000 Gebäude, rund 400 km Straßen und 40 km Gleise. Es war einer der größten Rüstungsbetriebe des Dritten Reiches im besetzten Polen. Im Westteil wurden Nitrozellulose, rauchloses Pulver und Nitroglycerin produziert, im Ostteil TNT und Munition.
Schätzungsweise 30.000 bis 40.000 Menschen arbeiteten im Lauf der Zeit im Werk, etwa 10.000 direkt in der Produktion. Mehr als die Hälfte waren Polen, die übrigen Deutsche und Kriegsgefangene aus über einem Dutzend Ländern; Zwangsarbeiter lebten in Barackenlagern auf dem Gelände. Die Produktion lief fast bis zum Eintreffen der Roten Armee, die die Anlagen anschließend in die Sowjetunion abtransportierte. Das Museum behandelt diese Geschichte sachlich und mit Blick auf die Opfer der Zwangsarbeit.
Das Regionalmuseum baute acht Gebäude der früheren Nitroglycerin-Zone von 2008 bis 2011 um, zum großen Teil mit EU-Mitteln. Eröffnet wurde das Exploseum am 7. Juli 2011; die Ausstellung erhielt den polnischen Museumspreis Sybilla 2011.
Die Hauptroute verbindet sieben Ausstellungsgebäude (zusammen rund 1.820 m²) über Tunnel auf mehreren Ebenen. Themen:
Spannend ist die Schutzarchitektur: leichte „Ausblaswände“, Erdwälle, funkenfreie Bleiböden und Tunnel, deren Ausgänge nie gegenüberliegen. Seit 2020 führt außerdem ein Waldpfad um die Gebäude und zeigt Tarnung und Fluchtkorridore.
Für die gesamte Dauerausstellung solltest du rund zwei Stunden einplanen. Laut Museum ist die Besichtigung nur zu den Öffnungszeiten und unter Aufsicht geschulter Museumsführer möglich; feste Startzeiten für Einzelbesucher werden nicht veröffentlicht. Ruf deshalb am besten vorher an (+48 52 585 97 41). Deutschsprachige Führungen werden auf der Website nicht genannt, englischsprachige schon. Die „alternative“ Außenroute und die „Extremroute“ gibt es nur mit Führung und Reservierung.
In den Tunneln ist es auch im Sommer kühl – nimm eine Jacke und festes Schuhwerk mit. Rollstuhlfahrer sollten den Besuch vorher absprechen; ein Treppensteiger ist vorhanden.
Ja – besonders wenn dich Industriegeschichte, der Zweite Weltkrieg und authentische Orte interessieren. Das Exploseum zeigt eine Seite des Krieges, die in vielen Museen fehlt: die Rüstungsproduktion und die Menschen, die dafür Zwangsarbeit leisten mussten. Es ist ganzjährig geöffnet und ein guter Programmpunkt für kühle Tage.
Das Exploseum gehört zum Bromberger Themenweg für Wasser, Industrie und Handwerk (TeH2O). Gut kombinieren lässt es sich mit dem Wasserwerksmuseum im alten Wasserturm, dem Seifenmuseum in der Altstadt und den Speichern an der Brahe. Im Herbst und Winter wird es früh dunkel – starte deshalb am besten vormittags.
Wt.–nd. 10:00–18:00, pon. nieczynne; ostatnie wejście na wystawę stałą 1 h przed zamknięciem; zamknięte m.in. 1.01, Wielka Sobota i Niedziela, Boże Ciało, 1.11, 24 i 31.12.
Bilet normalny 25 zł, ulgowy 20 zł, rodzinny 80 zł (do 5 osób); trasa alternatywna 28/25 zł i ekstremalna 60 zł tylko z przewodnikiem po rezerwacji; dzieci do 7 lat bezpłatnie.
Prüfe aktuelle Informationen vor dem Besuch.
GetYourGuide
Erlebnisse, Tickets und Touren in Bromberg — online buchbar.
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.Booking.com
Hotels, Pensionen und Apartments in der Nähe von Exploseum – DAG Fabrik Bromberg (Sprengstofffabrik Bromberg).
Affiliate-Link — wir können eine Provision für Buchungen erhalten.
Geprüft: Oktober 2026