Historische Orte
Suwałki, Podlachien
In einem Wald am nordöstlichen Rand von Suwałki liegen steinerne Grabhügel, die fast zweitausend Jahre alt sind. Das Reservat „Cmentarzysko Jaćwingów“ (Jatwinger-Gräberfeld) schützt einen Begräbnisplatz, der vom 2. bis 5. Jahrhundert n. Chr. genutzt wurde, eine der bekanntesten archäologischen Stätten der Region Suwałki. Trotz des Namens gehörten die hier Bestatteten zu einer älteren Kultur, die Archäologen als sudauisch bezeichnen.
Das Reservat wurde am 31. Oktober 1959 im früheren Dorf Szwajcaria eingerichtet, das 1981 nach Suwałki eingemeindet wurde. Es umfasst etwa 3,4 Hektar und steht unter Denkmalschutz. Geschützt werden der Wald und das Hügelgräberfeld. Jahrzehntelang brachte man den Ort mit den Jatwingern in Verbindung, einem aus mittelalterlichen Chroniken bekannten baltischen Volk; heutige Forscher halten diese Zuordnung jedoch für falsch und sprechen von einem langlebigen wissenschaftlichen Mythos.
Die meisten Hügel sind heute nur noch schwach zu erkennen, die höchsten erreichen etwa einen halben Meter. Auf manchen wachsen Bäume.
Zu den Funden aus dem Gräberfeld von Szwajcaria gehören Schmuckstücke mit durchbrochenen Plättchen aus dem 2. bis 5. Jahrhundert, angeregt von römischem Email. Sie zeigen, dass die Bewohner der Region Kontakte zu fernen Handwerkszentren hatten.
Das Reservat liegt etwa 5 km vom Zentrum Suwałkis entfernt und ist ganzjährig zugänglich. Für einen Spaziergang genügen 30–45 Minuten; bleiben Sie auf den Wegen und betreten Sie die Hügel nicht. Am besten sind sie im Frühjahr und Spätherbst zu sehen, wenn die Vegetation niedrig ist. Funde aus der Region zeigt das Bezirksmuseum in Suwałki.
Eintritt frei
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