Museen
Direkt unterhalb von Jasna Góra, im Park im. Staszica in Tschenstochau, steht ein einstöckiges Backsteinhäuschen, das aussieht, als wäre es vom Land hierher versetzt worden. In Wirklichkeit ist es das Bäuerliche Gehöft — eine Einrichtung des Museums von Częstochowa, erbaut 1908–1909 als Pavillon der Industrie- und Landwirtschaftsausstellung, ein musterhaftes Beispiel eines bäuerlichen Gehöfts jener Zeit.
Der Entwurf von Zdzisław Kalinowski und Czesław Przybylski bildete Form und Details eines ehemaligen Bauerngehöfts nach: Das Gebäude ist einstöckig, teilweise unterkellert, mit Dachgeschoss und Satteldach in Holzbauweise, gedeckt mit Keramikziegeln. Das Museum betont, dass es kein Freilichtmuseum ist — das Häuschen war nie bewohnt; es entstand als künstliche Schöpfung für die Ausstellung. 2003 wurde das Bauwerk vor dem Verfall gesichert und später grundlegend renoviert, wodurch es seinen ursprünglichen Charakter zurückerhielt.
Der Besuch erfolgt mit einem gemeinsamen Ticket mit dem im selben Park gelegenen Museum des Eisenerzbergbaus — einer in unterirdischen Stollen eingerichteten Bergwerksreplik — sowie dem Ausstellungspavillon von 1909. Alle drei Einrichtungen präsentieren die Volkskultur und Geschichte der Region Częstochowa in einem Ausmaß, das Sie im Stadtzentrum nicht finden.
Die Adresse ist ul. 7 Kamienic 4; von den Toren des Jasna Góra trennt Sie nur ein kurzer Spaziergang durch den Park. Öffnungszeiten: Montag–Donnerstag 9:00–17:00 Uhr, Freitag–Sonntag geschlossen — planen Sie Ihren Besuch für den Wochenanfang. Die Ticketpreise legt das Museum von Częstochowa fest; das gemeinsame Ticket gilt für beide Pavillons im Park.
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